28.10.2009, 08:25

pte

Sociel-Networking

Facebook und MySpace sprechen über Kooperation

Die beiden Sociel-Networking-Konkurrenten Facebook und MySpace wollen in Zukunft zusammenarbeiten.
Wie aus einem Bericht des britischen Telegraph hervorgeht, sollen sich die rivalisierenden Plattformen derzeit in Gesprächen über eine mögliche Kooperation befinden. Geplant ist offenbar, MySpace-Inhalte aus Bereichen wie Musik und Video über Facebook Connect bei dem Konkurrenten zu integrieren.
"Wir hätten gerne MySpace-Content - wie wir bereits Inhalte von vielen anderen Seiten haben - über unser Netzwerk verteilt, weil es gut für unsere User ist", zitiert der Telegraph Sheryl Sandberg, Chief Operating Officer Facebook. Das Unternehmen sei bereit dazu, mit MySpace zusammenzuarbeiten und befinde sich derzeit in Gesprächen.
MySpace bestätigt
MySpace-CEO Owen Van Natta bestätigt die Verhandlungen mit Facebook gegenüber der britischen Zeitung. "Wir befinden uns mit Facebook und anderen Seiten in Gesprächen darüber, wie wir mit ihnen zusammenarbeiten könnten."
Noch vor zwei Jahren wäre eine Partnerschaft der beiden Rivalen undenkbar gewesen. Doch seit MySpace emsig an einer Restrukturierung arbeitet, um wieder an Boden zu gewinnen, nachdem das Netzwerk gegenüber anderen Plattformen - allen voran Facebook - ins Hintertreffen geraten war, scheint der Schritt durchaus logisch. "MySpace wird sich künftig noch stärker auf die soziale Interaktion der User ausrichten, die aus der Nutzung von Entertainment-Inhalten hervorgeht", bestätigt Mats Wappmann, Sprecher MySpace Deutschland, gegenüber pressetext.
MySpace sei in ständigem Kontakt mit anderen Social Networks und Sites, die für eine Partnerschaft in Frage kommen. "MySpace ist Vorreiter bei der Öffnung und Vernetzung von Social Networks und anderen Internet-Angeboten und treibt diese Entwicklung hin zu einem 'Open Web' schon länger voran", so Wappmann weiter. Das zeige beispielsweise auch die neue Funktion "MySpace mit Twitter verbinden".
Keine direkten Rivalen mehr
Van Netta hat seit seinem Eintritt bei MySpace im April dieses Jahres die Umorientierung der Plattform stark vorangetrieben - weg von der Definition eines sozialen Netzwerks, hin zu einer Entertainment-Plattform. Damit steht die Seite auch nicht mehr in direktem Konkurrenzkampf zu Facebook. "Bei Facebook geht es im Kern um die Kommunikation mit den Freunden im eigenen Netzwerk", so Van Netta. Während sich MySpace nun darüber definiere, dass Menschen mit denselben Interessen sich über bestimmte Inhalte zusammenfinden würden. (pte)
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