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Facebook-Hacker muss acht Monate ins Gefängnis

20.02.2012 | 19:29 Uhr |

Ein britisches Gericht hat den Facebook-Hacker Glenn Mangham heute zu einer 8-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Eigentlich wollte der 26-jährige Informatik-Student Glenn Mangham nur Schwachstellen im sozialen Netzwerk Facebook ausspähen, um das Unternehmen auf mögliche Angriffspunkte hinzuweisen. Das behauptete der junge Mann zumindest in einer aktuellen Anhörung vor einem britischen Gericht. Durch diese Rechtfertigung ließen sich die Richter jedoch nicht erweichen und betonten, dass Manghams Hacker-Aktivitäten den gesamten Konzern hätten zu Fall bringen können.

Der Student hatte sich zwischen April und Mai 2011 vom Schlafzimmer seiner Eltern aus immer wieder in das Social Network eingehackt. Facebook investierte daraufhin 200.000 US-Dollar in Ermittlungen, die das FBI und die britischen Strafverfolgungsbehörden schließlich auf die Spur des jungen Mannes brachten. Manghams Verteidiger Sandip Patel versuchte die guten Absichten seines Mandanten zu unterstreichen. Ein ähnliches Projekt habe der Hacker bereits bei Yahoo durchgeführt und den Konzern damit auf empfindliche Schwachstellen in der Suchmaschine aufmerksam gemacht.

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Laut Richter Alistair McCreath seien die Angriffe durchaus ernstzunehmend gewesen und nicht mit einem Freizeit-Projekt zu entschuldigen. Mangham erbeutete unter anderem die persönlichen Zugangsdaten eines Facebook-Mitarbeiters und umging die Sicherheitsvorkehrungen des sozialen Netzwerks. Das Gericht verhängte heute schließlich eine Gefängnisstrafe über acht Monate.

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