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Newscorp will Millionengrab MySpace verscherbeln

29.06.2011 | 19:02 Uhr |

Da MySpace auch nach einem Strategie-Wechsel nicht gegen Facebook ankommt, will Medienmogul Rupert Murdoch das Social Network nun zu einem Bruchteil des ursprünglichen Kaufpreises verscherbeln.

Als Rupert Murdoch vor sechs Jahren das soziale Netzwerk MySpace erwarb, galt das Portal als der Internet-Trend schlechthin. Viele Nutzer wechselten in den vergangenen Monaten jedoch zu Konkurrent Facebook, der sich über einen steilen Aufwärtstrend freut. Medienberichten zufolge, ist MySpace mit der zunehmenden Abwanderungen nur noch einen Bruchteil seinen ursprünglichen Kaufpreises wert. Murdochs Medienkonzern Newscorp könnte das Social Network für geschätzte 30 Millionen US-Dollar weiterverkaufen. 2006 hatte das Unternehmen satte 580 Millionen US-Dollar für das Portal auf den Tisch gelegt.

MySpace startet Event-Plattform

Wie das Wall Street Journal berichtet, will Murdoch das verlustreiche MySpace bis zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres am morgigen Donnerstag abstoßen. Als potenzieller Käufer gilt in Branchenkreisen die Online-Werbefirma Specific Media. Auch der Finanzinvestor Golden Gate Capital wird als Interessent gehandelt. Beide Parteien seien Medienberichten zufolge, vor allem an MySpace Music interessiert. Die Plattform bietet Nachwuchs-Künstlern Gelegenheit, ihre Musik vorzustellen und mit Fans in Kontakt zu bleiben. Der mögliche Kaufpreis wird auf maximal 35 Millionen Euro geschätzt.

MySpace wieder in Turbulenzen

Seine Verkaufsabsichten für das Social Network machte Newscorp bereits im Frühjahr 2011 deutlich. Damals schwebte dem Konzern jedoch noch ein Kaufpreis in Höhe von rund 100 Millionen Dollar vor. Aufgrund der zunehmenden Beliebtheit von Facebook, hatte MySpace seit Ende 2008 mit dramatisch sinkenden Nutzerzahlen zu kämpfen. Im Mai 2011 konnte das Netzwerk nur noch 40 Millionen Besucher weltweit verbuchen. Auf Facebook tummelten sich im selben Zeitraum ganze 180 Millionen.

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