Social Network

Facebook will Pseudonym-Nutzer entlarven

Dienstag den 10.07.2012 um 17:03 Uhr

von Denise Bergert

© Facebook
Die Verwendung von Pseudonymen im sozialen Netzwerk ist Facebook ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund stiftet der Konzern nun Freunde zum Spionieren an.
Obwohl Pseudonyme bei Facebook erlaubt sind, scheinen die Nicknames dem sozialen Netzwerk ein Dorn im Auge zu sein – können die entsprechenden Profile aufgrund des fehlenden Klarnamens doch sehr viel schlechter an Werbekunden verkauft werden. Um die anonymen Nutzer künftig besser zuweisen zu können, greift Facebook nun zu einer List: Die ahnungslosen Freunde sollen kurzerhand helfen, die Pseudonyme zu entlarven.

Hierzu soll der Freundeskreis des anonymen Nutzers mit einem Pop-Up-Fenster zur Anzeige eines falschen Namens verleitet werden. „Ist das der echte Name deines Freundes?“ heißt es darin. Neben dem angezeigten Benutzernamen und einem Foto, finden sich hier die Antwort-Möglichkeiten „Ja“, „Nein“, „Ich kenne diese Person nicht“ und „Ich möchte nicht antworten“.

In der Erklärung der Frage beteuert Facebook zwar, dass die Antwort keine Auswirkungen auf das Profil des betreffenden Freundes hat, dennoch kann das soziale Netzwerk den Pseudonym-Nutzer mit der entsprechenden Antwort identifizieren und regt andere Nutzer somit zum Spionieren an. Sind Verwender eines falschen Namens erst einmal identifiziert, macht Facebook kurzen Prozess. So melden Mitglieder aus den Niederlanden, dass ihr Profil gesperrt wurde und eine Entsperrung erst durch die Einsendung einer Personalausweis-Kopie möglich gewesen sei. Schätzungen zufolge sind auf Facebook aktuell mehr als 40 Millionen Pseudonyme registriert.

Facebook - so schützen Sie Ihre Daten
Facebook - so schützen Sie Ihre Daten

Dienstag den 10.07.2012 um 17:03 Uhr

von Denise Bergert

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (20)
  • qqqaqqq 13:53 | 13.07.2012

    @dnalor1986 ein wahres Wort.

    Antwort schreiben
  • dnalor1968 10:58 | 13.07.2012

    Es wird zusätzlich auch mehrere Doppelaccounts geben.

    Antwort schreiben
  • ohmotzky 09:04 | 13.07.2012

    Zitat: qqqaqqq
    Ist noch nie jemanden gelungen, gesperrte Accounts bleiben gesperrt. Die meisten eröffnen gleich wieder einen neuen.

    Eben und genau darum sind die Nutzerzahlen die Facebook angibt mehr als fraglich.

    Antwort schreiben
  • qqqaqqq 17:20 | 12.07.2012

    Zitat: ohmotzky
    bin gespannt wann der zweifelhafte Spaß kostenpflichtig wird.

    Das wird wohl nie passieren, Ziel ist eine Werbefinanzierte Plattform alla Google und co.
    Oder sie gehen unter, Facebook lebt mehr als alle anderen davon Gratis zu sein.
    Sonnst könnten die vielen Kidies gar nicht mitmachen.
    Älter würden erst gar nicht mitmachen, etc...
    Zitat: ohmotzky
    Die Leute die jetzt verzweifelt ihren Account wieder freischalten wollen
    Ist noch nie jemanden gelungen, gesperrte Accounts bleiben gesperrt. Die meisten eröffnen gleich wieder einen neuen.
    Zitat: ohmotzky
    sind vermutlich die gleichen die sich über unser neues Meldegesetz fürchterlich aufregen......
    Dito, davon kann man zu 100% ausgehen.

    Antwort schreiben
  • ak180271 16:08 | 12.07.2012

    Also ich habe kein Facebook und verstehe denn Heib nicht um das Ding.
    Ich habe mir das mal bei meiner Schwester angesehen. Und nicht verstanden was das besondere daran ist.
    Ne wenn die sich so affig haben dann werde ich sicher nix vermissen.

    Antwort schreiben
1516802