24.09.2012, 05:33

Denise Bergert

Social Network

Facebook stoppt Gesichtserkennung und speichert Nutzer-Suchanfragen

©Facebook

Die Gesichtserkennung für Fotos wird für europäische Facebook-Nutzer ab 15. Oktober nicht mehr verfügbar sein.
Im vergangenen Jahr geriet das soziale Netzwerk Facebook mit seiner Gesichtserkennung ins Visier der europäischen Datenschützer. Über die Funktion werden neu hochgeladene Fotos in Social Network gescannt und die darauf befindlichen Personen Profilen zugeordnet, auch ohne das Einverständnis der betroffenen Nutzer. Die Beschwerden führten zu einer Überprüfung durch den irischen Datenschutzbeauftragten, in deren Verlauf Facebook die Gesichtserkennung zumindest für neue Mitglieder vorübergehend deaktiviert hatte.

Facebook gab nun bekannt, dass die Gesichtserkennung ab 15. Oktober für alle europäischen Mitglieder abgeschaltet wird. Diesen Schritt geht das Unternehmen freiwillig, um aus den Negativ-Schlagzeilen herauszukommen. Der Datenschutzbeauftragte Billy Hawkes begrüßte die Entscheidung und betonte, dass Facebook damit ein klares Zeichen setze, den Datenschutz in Zukunft ernster zu nehmen.
Am Wochenende hat das soziale Netzwerk zudem eine neue Funktion im so genannten Activity Log seiner Nutzer eingeführt. In diesem privaten Bereich des Facebook-Profils, den nur das Mitglied selbst sehen kann, wurden bislang unter anderem alle „Gefällt mir“-Angaben gespeichert. Ab sofort wird der Log um getätigte Suchanfragen erweitert. Ähnlich wie in einer Browser-History können dabei alle Begriffe, nach denen in den vergangenen Wochen und Monaten gesucht wurde, angezeigt werden. Laut Facebook soll diese Funktion für mehr Transparenz im Netzwerk sorgen.
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