1193190

Facebook droht Tierschützern mit Löschung ihrer Protest-Seite

25.11.2011 | 18:28 Uhr |

Tierschützer wiesen mit blutigen Fotos und Videos auf die angebliche Tötung von Straßenhunden in der Ukraine hin – und kassierten dafür eine Spam-Verwarnung von Facebook.

Im nächsten Jahr findet die Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine statt. Um bei den ausländischen Besuchern einen guten Eindruck zu hinterlassen, wurden in dem Land Gerüchten zufolge mehrere Polizei-Staffeln mit der Tötung von Straßenhunden betraut. Mit welcher Brutalität die Gesetzeshüter dabei gegen die Vierbeiner vorgehen, zeigt eine Tierschutz-Organisation seit einigen Tagen auf Facebook. Angeblich authentische Bilder und Videos zeigen blutüberströmte Hunde-Kadaver, umringt von Polizei-Kräften mit Schlagstöcken.

Während die schockierenden Fotos bereits seit einigen Tagen bei Facebook-Nutzern die Runde machen, gingen die Tierschützer nun einen Schritt weiter und hinterließen die Ergebnisse ihrer angeblichen Recherchen an den Pinnwänden von Sponsoren der Europameisterschaft. Als die Organisation ihre Fans schließlich mit einer Link-Liste dazu aufforderte , die drastischen Bilder und Videos in Kombination mit vorgefertigten Texten auf möglichst vielen Facebook-Seiten zu hinterlassen, schritt der Social-Network-Betreiber heute ein.

Facebook warf den Tierschützern vor, mit ihrer Aktion gegen die Spam-Richtlinien zu verstoßen und drohte mit der Löschung der Aktivisten-Seite auf Facebook. Laut dem Netzwerk-Betreiber sei Tierschutz gut und schön, dennoch dürfe Facebook nicht als Plattform für Spam-Aufforderungen genutzt werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1193190