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Software-Tools zur Erkundung der Netzgemeinde wichtig

10.08.2010 | 09:34 Uhr |

In der Wirtschaft wächst der Bedarf, über Software-Tools die Gespräche des Social-Media-Meinungsmarktes zu beobachten.

Nach Ansicht von Christian Halemba von Mind Business ist die richtige Mischung aus effizienter Technik und analytischen Kenntnissen über Marktforschung entscheidend für den Erfolg des Einsatzes dieser Softwarelösungen. Aus diesem Grund hat die Fachzeitschrift Absatzwirtschaf t mit den Düsseldorfer Beratern von Mind Business eine umfassende Befragung von Social-Media-Monitoring-Anbietern gestartet.

"Ein Praxisleitfaden soll Unternehmen aufzeigen, wie man sinnvoll Social-Media-Monitoring in die eigene Marktforschung integriert. Er soll helfen, die richtige Lösung für seine Belange zu finden. Bisher fehlt es eindeutig an Markttransparenz und einer realistischen Bestandsaufnahme der mehr als 100 bekannten Tools am Markt", erläutert Christian Thunig, stellvertretender Chefredakteur der Absatzwirtschaft. Anhand von Beispielen sollen Ansätze für professionelles Monitoring sowie Checklisten und Expertenrat für die richtige Planung und erfolgreiche Umsetzung vorgestellt werden.

Nach Auffassung von Andreas Klug, Vorstand von ITyX in Köln, wird die Hype-Kurve bei den Analysetools schnell abflachen. "In den kommenden 24 Monaten werden die Anbieter von Stand-Alone Lösungen entweder von größeren Technologieanbietern und Dienstleistern übernommen, oder sie werden vom Markt verschwinden", prognostiziert Klug.

Social-Media-Monitoring nur ein Teilbereich

Social Media Monitoring könne immer nur ein Teilbereich von etwas größerem sein. "Entweder es ist Teil eines weitreichenden Customer Feedback Managements und wird aus Marketing-Sicht getrieben, oder es ist Teil eines Input und Response Managements und wird aus Sicht des Customer Service ein Bestandteil der Multi-Kanal-Strategie", sagt Klug. Es sei nützlich zu wissen, was die Netzbewohner denken.

"Genauso wie bei anderen Techniktools muss immer auf die Effizienz und Zielgenauigkeit der eingesetzten Mittel geachtet werden. Ein bloßes Monitoring und die Zusammenfassung der Datenflut reicht nicht aus, es muss zu einer zielgenauen Analyse des Kundenverhaltens kommen. Die Reports müssen dabei in verschiedenen Stufen, insbesondere aber auch in Echtzeit zur Verfügung stehen, um bedrohliche Entwicklungen rechtzeitig erkennen und Chancen schnell nutzen zu können", sagt Rolf Lohrmann von Qualitycube in Hamburg.

Es mangelt noch an der Erkenntnis, dass das Social Web mehr ist als ein Verkaufskanal. "In Deutschland beherrschen noch immer die Marketingagenturen das Feld. Erst wenige Unternehmen scheinen verstanden zu haben, dass sich Ihnen eine große Chance für eine neue Qualität des Kundenservices bietet. Dafür ist es jedoch auch erforderlich, dass die Qualität der Ausbildung der Mitarbeiter des Kundenservices verbessert wird", so Lohrmann.

An der Umfrage der Absatzwirtschaft http://bit.ly/a11Eci können sich Anbieter von Social Media Monitoring-Tools und Berater noch bis zum 30. August beteiligen.

(pte)

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