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Erstmals Zimmerbuchung via Facebook möglich

10.02.2010 | 16:15 Uhr |

Als nach eigenen Angaben weltweit erster Tourismusbetrieb führt der Apfelhof in Lutzmannsburg direkt über die Facebook-Fanseite eine Buchungsmöglichkeit von Zimmern und Appartments ein.

"Für mich ist wichtig, dass ich unser Unternehmen zu einem akzeptablen Preis mit qualitativ hochwertigen Dienstleistungen positionieren kann. Wir wollen den Bedürfnissen unserer Gäste von morgen gerecht werden und haben mit Easy Booking und der Buchbarkeit über Facebook den richtigen Weg gefunden", ist Jürgen Rohrer, Inhaber des Apfelhofs, vom Erfolg überzeugt.

Hendrik Maat, Geschäftsführer der Easybooking GmbH , geht davon aus, dass Urlaube in Zukunft verstärkt über soziale Medien wie Facebook ausgesucht und gebucht werden. "Soziale Netzwerke verfügen über eine sehr hohe Glaubwürdigkeit. Empfehlungen eines Hotels durch Freunde oder Kollegen führen zu einer viel stärkeren Wahrnehmung des Betriebes als bei einem Besuch auf der Webseite des Gastgebers", erklärt Maat im Gespräch mit pressetext.

Die Rolle von Google und Co wird abnehmen, ist Maat überzeugt. "Wichtig ist, die Wege zu verkürzen. Wenn jemand auf Facebook sieht, dass ein Freund ein Hotel empfiehlt oder auf der Fanseite gepostet hat, kann der Erstkontakt mit einem Klick hergestellt werden".

Buchung direkt via Facebook möglich

Über die elektronische Buchungsassistentin "Julia", die von Easybooking entwickelt wurde, erhalten Facebook-User auf der Fanseite des Apfelhofs direkt die Möglichkeit, eine Buchungsanfrage an den Betrieb zu stellen. Doch Maat sieht darüber hinaus weitreichende Möglichkeiten der Facebook-Applikation. "Auf einer normalen Website sehe ich nicht, welche potenziellen Urlauber die Seite aufgerufen haben. Auf Facebook kann ich genau erkennen, welche User meine Seite besuchen. Die daraus resultierenden Marketing-Möglichkeiten sind enorm", so Maat.

Derzeit wird jedoch noch rechtlich geprüft, welche Facebook-Daten vertraulich innerhalb des Betriebs für Marketing-Zwecke verwendet werden dürfen. "Besucherprofile fließen direkt ins Marketing ein und ermöglichen zielgenaue und individuelle Angebote. Zielgruppen orientierte Pauschalen oder Produkte sowie eine ganz persönliche Begrüßung mit 'Willkommen im Apfelhof, lieber Herr Müller!' sind bereits Realität und keine Zukunftsmusik mehr", so Maat abschließend.

Gäste dort ansprechen, wo sie sich aufhalten

Das Ziel der Touristiker ist es, Gäste dort ansprechen, wo sie sich am meisten aufhalten - auf Facebook. Weltweit nutzen ca. 460 Mio. Menschen die Vorzüge der Plattform, 50 Prozent davon täglich. Maat: "Während viele Unternehmen gerade erst beginnen das Web 2.0 zu verstehen, arbeiten innovative Betriebe bereits an den Möglichkeiten des Web 3.0." Mit Web 3.0 meint Maat zusätzliche Serviceetools wie beispielsweise ein Routenplaner für den Gast, der genau auf die Bedürfnisse - etwa kindergerechte Raststationen oder aktuelle Wetterdaten - eingeht.

(pte)

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