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So wenig Tote wie nie zuvor im Straßenverkehr

25.02.2013 | 12:50 Uhr |

Das Statistische Bundesamt meldet eine erfreuliche Zahl: Im Jahr 2012 starben so wenig Menschen wie nie zuvor im Straßenverkehr. Die meisten Toten in absoluten Zahlen verzeichnete das flächenmäßig größte Bundesland, auf die Einwohnerzahl umgelegt starben aber im östlichsten Bundesland die meisten Menschen.

Im Jahr 2012 starben dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge 3606 Menschen auf deutschen Straßen. Das waren 403 Getötete oder 10,1 Prozent weniger als im Jahr 2011. Damit unterbietet das Jahr 2012 bei der Zahl der Todesopfer das bisher beste Jahr 2010 – damals kamen 3648 Menschen im Straßenverkehr ums Leben.

Auch die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr ging gegenüber 2011 zurück und zwar um 2,1 Prozent auf rund 384.100 Personen. Die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle ist allerdings im vergangenen Jahr um 0,6 Prozent auf rund 2,4 Millionen leicht gestiegen. Die Zunahme ist ausschließlich auf Unfälle mit Sachschaden zurückzuführen, wie Destatis erläutert: Sie haben sich um 1,0 Prozent auf 2,1 Millionen erhöht. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ist dagegen um 2,2 Prozent auf rund 299.600 zurückgegangen.

Entwicklung der Zahl der Verkehrstoten
Vergrößern Entwicklung der Zahl der Verkehrstoten
© Destatis

Gründe für den Rückgang

Zu der Gesamtentwicklung dürften die Witterungsverhältnisse des Jahres 2012 beigetragen haben: Bei insgesamt schlechterem Wetter ereignen sich meist mehr Unfälle, es bleibt aber häufiger bei Sachschaden, da nicht so schnell gefahren wird. Zudem sind bei schlechtem Wetter weniger ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Zweiradfahrer und Fußgänger unterwegs. Die hierzu bisher vorliegenden Ergebnisse bis November 2012 bestätigen diesen Zusammenhang (17,2 Prozent weniger getötete Motorradbenutzer und 9,7 Prozent weniger tödlich verunglückte Fußgänger). Dass die Zahl der Verkehrstoten insgesamt rückläufig ist, trotz stetig wachsender Verkehrsdichte, liegt allerdings an der ständig verbesserten Fahrzeugtechnik, den verbesserten Fahr- und Bremseigenschaften, den deutlich verbesserten Crasheigenschaften der Fahrzeuge und der allmählich zunehmenden Zahl an modernen Assistenzsystemen, die Fahrfehler vermeiden helfen.

Bei Straßenverkehrsunfällen 2012 Verunglückte und Getötete nach Ländern
Vergrößern Bei Straßenverkehrsunfällen 2012 Verunglückte und Getötete nach Ländern
© Destatis

Allerdings gibt es nicht überall Grund zur Freude: Denn in vier Bundesländern gab es im Jahr 2012 mehr Straßenverkehrstote als im Vorjahr. Besonders stark war die Zunahme in Hessen mit + 20 Todesopfern (+ 7,6 Prozent) sowie in Rheinland-Pfalz und Sachsen mit jeweils + 17 Todesopfern (+ 8,9 Prozent beziehungsweise + 8,8 Prozent). In zwölf Bundesländern wurden weniger Menschen im Straßenverkehr getötet. In absoluten Zahlen betrachtet gab es den stärksten Rückgang in Bayern mit – 118 Personen (– 15,1 Prozent), gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit – 110 Personen (– 17,4 Prozent).

Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko im Straßenverkehr zu sterben in Brandenburg mit 67 Todesopfern und in Niedersachsen mit 62 Todesopfern je 1 Million Einwohner am größten. Weit unter dem Bundesdurchschnitt mit 44 Getöteten je 1 Million Einwohner lagen aufgrund ihrer Siedlungsstruktur die Stadtstaaten Berlin (12), Hamburg (18) und Bremen (26). Aber auch in Nordrhein-Westfalen (29) wurden wesentlich weniger Personen je 1 Million Einwohner bei Straßenverkehrsunfällen getötet.

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