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So viel clevere IT steckt im neuen Mini (Update)

25.11.2013 | 14:45 Uhr |

BMW hat den neuen Mini vorgestellt. Neben dem wohl unvermeidlichen Größenwachstum und neuen Motoren sowie diversen stilistischen Änderungen innen und außen dürfen sich Mini-Fahrer auch auf mehr Internetfunktionen im bayerisch-britischen „Go-Kart“ freuen. Zudem verbaut BMW nun eine SIM-Karte im Mini - und bietet ein Head-Up-Display an. Update I: Das neue Mini Connected unterstützt erstmals auch Android. Update II: BMW hat die Preise für Mini Connected bekannt gegeben.

Der Mini des Modelljahrgangs 2014 wächst etwas in der Länge (+98 Millimeter), Breite (+44 Millimeter) und Höhe (7 Millimeter): 3,821 Meter lang und 1,727 Meter breit ist der kleine Flitzer künftig. Die Höhe beträgt 1,414 Meter, der Radstand 2,495 Meter (+28 Millimeter). Außen fallen vor allem der neue Kühlergrill, die modifizierten Scheinwerfer und die neuen Heckleuchten auf. Im Innenraum verliert das riesige Zentralinstrument im Armaturenbrett seine Tachometeranzeige, bleibt als großes Display aber erhalten, die Sitze hat BMW ebenfalls neue gestaltet. Insgesamt soll es auf allen Plätzen mehr Raum für die Insassen geben. Der Mini-typisch recht mini geratene Kofferraum wächst um 51 auf 211 Liter.

Bei den Motoren sind zur Markteinführung drei aufgeladene Varianten verfügbar: Mini Cooper (Grundpreis: 19.700 Euro) mit 136 PS-Dreizylindermotor, Mini Cooper S (Grundpreis: 23.800 Euro) mit 192 PS-Vierzylinder-Ottomotor sowie Mini Cooper D (Grundpreis: 21.450 Euro) mit Dreizylinder-Dieselmotor mit 116 PS. Wie bei jeder Neuvorstellungen verspricht der Hersteller eine Verbrauchsreduzierung. Beim Mini Cooper D sollen nach dem praxisfernen EU-Testzyklus 3,5 bis 3,6 Liter Diesel auf 100 km durch die Leitung rauschen.

Infotainment und Internetkonnektivität im Mini 2014

BMW hat das Kombiinstrument auf der Lenksäule mit Geschwindigkeits- und Drehzahlanzeige, Farbdisplay für Fahrzeugstatusangaben und Kraftstoffvorratsanzeige versehen. Das als Blickfang mitten im Armaturenbrett angebrachte Zentralinstrument bietet nun eine farbige Lichtinszenierung mittels LED-Ring für optisches Feedback auf die Bedienung der diversen Funktionen. Der Tachometerring jedoch ist wie bereits erwähnt entfallen. Das Zentralinstrument besitzt nun aber serienmäßig ein vierzeiliges TFT-Display beziehungsweise optional ein bis zu 8,8 Zoll großes Farbdisplay. Es dient wie bisher auch schon zur Bedienung von Navigations-, Entertainment-, Telefon- und Fahrzeugfunktionen über die neu gestalteten Mini Controller auf der Mittelkonsole mit entsprechenden Rückmeldungen auf dem Bordmonitor.

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Wie schon bei den BMWs wird nun auch im Mini eine SIM-Karte für das In-Car-Infotainment von Mini Connected fest verbaut. Damit lassen sich auch Notrufe absetzen und Teleservices nutzen. Der Funktionsumfang von Mini Connected kann per Apps erweitert werden. Neben den bereits erhältlichen Mini Connected-Apps Mission Control, Dynamic Music, Driving Excitement und Minimalism Analyser sowie Facebook, Twitter und Foursquare und einem News-Reader gibt es im neuen Mini auch Mini Connected XL Journey Mate mit Real Time Traffic Information (RTTI – als Echtzeitverkehrsinformationen bereits aus den BMW-Modellen bekannt). Das ist ein echter Fortschritt, denn bisher kann man im Mini nur TMC-Verkehrsinformationen für die Routenplanung nutzen.
 
In Sachen Entertainment kommen AUPEO!, Stitcher, Deezer, Audible, Napster/Rhapsody und TuneIn dazu. Insofern überträgt BMW seine Ausstattungspolitik von BMW ConnectedDrive auf Mini Connected.

Update I: Neu ist der Android-Support

Bereits ab Marktstart wird Mini Connected mit Android Smartphones funktionieren. Zu Beginn jedoch noch mit einem etwas geringeren Umfang als bei den iOS Versionen, wie Pressesprecher Dominik Schaidnagel unsere Nachfrage erklärte. Die ersten Mini Connected ready Apps sollen dann in den ersten Monaten nach Marktstart eingeführt werden.

Update II: Die Preise

BMW verkauft Mini ConnectedXL (6NT) als Bestandteil des Sonderausstattungspaketes Wired inklusive Navigationssystem Professional und Handy-Vorbereitung Bluetooth für 1980 Euro (Mini Cooper S) beziehungsweise 2200 Euro (Mini Cooper und Mini Cooper D).

Fahrsicherheits-Assistenten

BMW kann bei Sicherheits- und Komfort-Assistenzsysteme aus dem Vollen schöpfen – das kommt nun auch dem neuen Mini zu Gute. So bietet BMW erstmals ein Head-Up-Display für den rasenden Zwerg an.Dabei handelt es sich aber nicht um die gleiche Lösung, wie sie in den BMW-Modellen verbaut wird. Denn dort wird das Head-Up-Display an die Windschutzscheibe geworfen. Im Mini dagegen fährt eigens ein Plexi-Glas-Display aus dem Armaturenbrett vor dem Fahrersitz aus um als Head-Up-Display zu fungieren.

Daneben gibt es einen Driving Assistenten einschließlich kamerabasierter aktiver Geschwindigkeitsregelung, Auffahr- und Personenwarnung mit Anbremsfunktion, Fernlichtassistent und Verkehrszeichenerkennung, einen Parkassistenten und natürlich auch wieder eine Rückfahrkamera.

Die weltweite Markteinführung des neuen MINI erfolgt im ersten Quartal des Jahres 2014.

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