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So macht die NSA Jagd auf Systemadministratoren

21.03.2014 | 18:05 Uhr |

Aus einem geheimen NSA-Dokument soll hervorgehen, dass der US-Geheimdienst auch Systemadministratoren gezielt überwacht.

Ein Dokument von Whistleblower Edward Snowden soll belegen, dass der US-Geheimdienst NSA gezielt Administratoren von großen Netzwerken überwacht. Hierfür würden private E-Mail durchforstet und in den Facebook-Accounts der Admins gestöbert. Ziel dieser Taktik sei es, Zugang zu dem vom jeweiligen Admin betreuten Netzwerk zu erhalten.

Das aus mehreren Beiträgen bestehende Dokument enthält beispielsweise einen Artikel mit dem Titel „I hunt sys admins“. Die Beiträge seien im Jahre 2012 in einem NSA-internen Forum von Mitarbeitern des Geheimdienstes verfasst worden. Ziel der Aktivitäten war das Eindringen in Rechner von Administratoren, die in ausländischen Telekommunikationsunternehmen tätig waren. Über diese PCs wollte die NSA Zugriff auf alle an das Netzwerk angeschlossenen Geräte erhalten. Ebenfalls interessant für den Geheimdienst seien Informationen zu den zum Netzwerk gehörenden Rechnern, Kundenlisten oder Geschäftsbriefe gewesen.

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Für zusätzlichen Zündstoff sorgt die Tatsache, dass Systemadministratoren von der NSA nicht als Bedrohung gesehen werden. In einem Beitrag des Dokuments werden sie vielmehr als Sprungbrett bezeichnet, mit deren Informationen man Terroristen und Extremisten aufspüren könnte.

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