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So viel kostet der Tausch einer SIM-Karte

13.03.2015 | 11:10 Uhr |

O2, Freenet, 1und1 und viele andere Mobilfunk-Provider lassen sich den Tausch einer SIM-Karte während der Vertragslaufzeit teuer bezahlen. Nur ein Mobilfunk-Provider verzichtet auf diese Extra-Einnahmen.

Wer sich ein neues Smartphone besorgt, muss oft auch die SIM-Karte tauschen. Weil das neue Smartphone ein anderes, kleineres SIM-Karten-Format erfordert. Also beispielsweise eine Nano-SIM-Karte (wie sie Apple auch im iPhone verbaut) anstelle einer Micro-SIM-Karte.

Wer das Problem nicht mit dem Zuschneiden der alten SIM-Karte lösen will oder kann, benötigt also eine neue SIM-Karte. Diesen Umtausch lassen sich manchen Mobilfunk-Provider teuer bezahlen, wie ein Test der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. ergeben hat.

Zehn Mobilfunk-Provider überprüften die Verbraucherschützer daraufhin, wie viel diese von Vertragskunden für den Tausch der SIM-Karte während eines laufenden Vertrags verlangen. Dabei zeigte sich, dass besonders O2 kräftig hinlangt: 24,99 Euro will das Telefonica-Unternehmen von seinen Kunden für den Umtausch. Freenet und 1&1 gönnen sich 19,95 Euro beziehungsweise 15,39 Euro als „Umtauschgebühr“. E-Plus verlangt 14,95 Euro, wohingegen es bei Vodafone-Kunden vergleichsweise bescheidene 9,90 Euro sind. Vorbildlich ist dagegen die Telekom: Sie verlangt keine Umtausch-Gebühr.

SIM-Karten-Format per Hand passend zuschneiden
 
Kurioserweise fallen die Gebühren bei Prepaid-Kunden eher niedriger aus. Sicherlich deshalb, weil bei Prepaid-Kunden die Gefahr groß ist, dass sie im Falle einer zu hohen Umtauschgebühr einfach den Provider wechseln. „Spitzenreiter beim Abkassieren dieser Gruppe ist Congstar mit 14,99 Euro. Glatte 10 Euro verlangen O2 und Freenet von den Vorauszahlern. Tchibo und Vodafone halten die Hälfte für angemessen“, sagen die Verbraucherschützer.

Erfreulich anders sind dagegen Telekom, Base und Alditalk. Bei ihnen kostet der Umtausch der SIM-Karten nichts.

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