Datenschutz

Google sammelt Ihre WLAN-Daten - so schützen Sie sich!

Donnerstag, 17.11.2011 | 16:45 von Benjamin Schischka
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© Polylooks
Google sammelt Ihre WLAN-Daten. Mit den gewonnen Daten verbessert der Konzern diverse Smartphone-Apps. Aber nicht jeder will seine Daten dafür hergeben.
Ortsbasierte Dienste wie Foursquare, Facebook Orte und Google Maps sind auf dem Smartphone sehr beliebt. Um die Orts-Erkennung zu verbessern, nutzt Google Informationen zu verfügbaren WLANs – etwa den Namen und den Ort. Ist ein in der Datenbank eingetragenes Drahtlos-Netzwerk verfügbar, erkennt der ortsbasierte Dienst in Apps und Websites schneller und energieeffizienter den Standort. Das funktioniert selbst in Tiefgaragen und an anderen Orten, an denen es keinen GPS-Signalempfang gibt.

Bei der WLAN-Datensammlung vergangenes Jahr musste Google eingestehen, dass beim Scannen der WLANs auch Fragmente von Nutzdaten gesammelt wurden. In der Folge zeigten sich viele WLAN-Betreiber empört. Google hat darum von der WLAN-Datensammlung via Street-View-Auto Abstand genommen und bietet seit wenigen Tagen Anwendern zudem die Möglichkeit ihre WLAN-Daten aus der Datenbank zu nehmen. Dafür ist es nötig, dass Sie an Ihre Netzwerk-SSID, also Ihren WLAN-Namen,  die Endung „_nomap“ anhängen. Heißt Ihr Drahtlos-Netzwerk beispielsweise „Loremipsum“, benennen Sie es in „Loremipsum_nomap“ um.

Die Vorgehensweise ist je nach Router-Hersteller leicht unterschiedlich. Um die Konfiguration aufzurufen, geben Sie im Web-Browser entweder die IP-Nummer des Routers oder eine spezielle Adresse ein. Fritzbox-Besitzer tippen beispielsweise „fritz.box“ ohne Anführungszeichen in die Adresszeile des Browsers. Die Adresse erfahren Sie im Handbuch oder durch eine kurze Google-Suche nach dem Router-Namen. Nachdem Sie das Konfigurations-Passwort eingegeben haben, suchen Sie in der Navigation des Konfigurationsmenüs nach den WLAN-Einstellungen.

Tipp: Wenn Sie schon dabei sind, sollten Sie Ihren Netzwerknamen aus Sicherheitsgründen in einen unverfänglichen Namen ändern. Wählen Sie hierfür nicht die Modell-Bezeichnung des Routers, um Hackern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten! Weder Ihr Name noch die Adresse sollten Teil der SSID sein.

Kehrseite der Medaille: Wenn viele Anwender ihre WLAN-Daten vor Google verbergen, sinkt die Genauigkeit bei den ortsbasierten Diensten.

Donnerstag, 17.11.2011 | 16:45 von Benjamin Schischka
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