So misst der VDE: Erst im Messraum, dann im Freifeld

Freitag, 29.11.2002 | 13:43 von Andreas Helmiss, Renate Regnet-Seebode
Am nächsten Wochenende fuhr ein PC-WELT-Redakteur die PCs zum VDE nachOffenbach. VDE steht für Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik; der Verband ist unabhängig und erarbeitet unter anderem Normenund Sicherheitsbestimmungen auf allen Gebieten der Elektro- und Informationstechnik.Der VDE besitzt in Offenbach ein CE-akkreditiertes EMV-Testlabor. Ein VDE-Ingenieuruntersuchte dort am Montag nach dem Kauf zwei unserer Rechner hinsichtlichder elektrischen Störfeldstärke nach EN 55022, Klasse B.

Zunächst hat der VDE-Testingenieur die elektrische Störfeldstärke in einem von Außenstörungen abgeschirmten Raum gemessen. Hier gewann der Messingenieur einen prinzipiellen Eindruck vom Störverhalten des PCs. Die eigentliche Messung erfolgte anschließend auf einem normgerechten Freifeld-Messplatz. Dieser besteht beim VDE aus einem Metall-Drehteller, der inmitten einer großen geerdeten Metallgitterfläche platziert ist.Über dem Drehteller ist eine Überdachung aus einem Kunststoff angebracht,der die Messungen nicht beeinflusst. In exakt zehn Metern Abstand vom Drehtellermittelpunkt steht die Messantenne, deren Höhe sich einstellen lässt - von ein bis vier Metern.

Die eigentliche Messung wird vom unterirdischen Kontrollzentrum aus durchgeführt, hier wertet der Messingenieur die Daten auch aus. Stellt er eine Störfrequenz fest, misst er zusätzlich, bei welchem Drehwinkel des Drehtellers und beiwelcher Antennenhöhe der Wert am höchsten ist - dieser Maximalwert mussinnerhalb der Normvorschrift liegen.

Nach EN 55022, Klasse B, darf dieser Wert bei Frequenzen von 30 bis 230 MHz höchstens 30 dB/mV betragen, zwischen 230 MHz und 1 GHz muss die Feldstärke unter 37 dB/mV liegen.

Freitag, 29.11.2002 | 13:43 von Andreas Helmiss, Renate Regnet-Seebode
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