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Snowden will Asyl in Russland verlängern

10.07.2014 | 05:44 Uhr |

Whistleblower Edward Snowden, der 2013 den NSA-Abhörskandal aufgedeckt hatte, hat seinen Antrag auf Asyl in Russland verlängert.

Der US-Whistleblower Edward Snowden hat um eine Verlängerung seines Asyls in Russland gebeten. Das bestätigte Snowdens Anwalt Anatoli Kutscherena in dieser Woche gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax. Snowdens aktueller Antrag läuft am 31. Juli 2014 aus, dann könnte der 31-Jährige an die USA ausgeliefert werden, wo er wegen Geheimnisverrats gesucht wird. Die russische Einwanderungsbehörde hatte jedoch bereits in den vergangenen Wochen signalisiert, das Snowdens Asylerlaubnis gegebenenfalls verlängert werden könnte. Laut Kutscherena wurden mittlerweile alle nötigen Dokumente eingereicht.

In dieser Woche gab es zudem eine Absage für den NSA-Untersuchungsausschuss. Die Vorsitzenden wollten den Whistleblower eigentlich zu den Abhörtaktiken der US-Geheimdienste vernehmen – jedoch in Form einer politisch weniger riskanten Video-Konferenz, bei der Snowden hätte in Moskau bleiben können.

Edward Snowdens Geschichte wird verfilmt

Snowden will sich den Angaben zufolge nur in Deutschland vernehmen lassen. Dabei müsste die Bundesregierung jedoch dafür garantieren, dass der Whistleblower während seines Aufenthalts nicht an die USA ausgeliefert wird.

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