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Snowden-Dokumente von Russen und Chinesen geknackt

15.06.2015 | 12:45 Uhr |

Die Geheimdienste von Russland und China sollen über die Snowden-Dokumente die Identität von US-Spionen enttarnt haben.

Update 15.6., 12:45 Uhr: Der Snowden-Vertraute und Enthüllungsjournalist Gleen Greenwald kritisiert scharf den Bericht der Sunday Times und bezeichnet ihn als falsch. Der Bericht, so Greenwald, sei gespickt mit falschen und unbewiesenen Behauptungen. (/UPDATE Ende)

Die Geheimdienste von Russland und China sollen die Dokumente des NSA-Whistleblowers Edward Snowden geknackt haben. Laut Medienberichten seien so britische und US-amerikanische Spione enttarnt worden. The Sunday Times berichtet , dass der britische Geheimdienst MI-6 gezwungen gewesen sei, Agenten zurückzuziehen. Die Zeitung zitiert einen Geheimdienstler, der sagt, Snowden habe Blut an seinen Händen. Eine Quelle aus der britischen Regierung sagte der Zeitung allerdings, es gäbe keine Anzeichen dafür, dass Agenten zu Schaden gekommen seien.

Drei Sicherheits-Tipps von Edward Snowden

Der frühere Direktor des britischen Geheimdienstes GCHQ bezeichnete es als einen großen Rückschlag, dass die chinesischen und russischen Geheimdienste an den Inhalt der Snowden-Dokumente gelangt seien. Das schade den Interessen von Großbritannien, der USA und deren Alliierten. Die US-Geheimdienste NSA und CIA wollten sich zu diesem Thema nicht äußern.

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