Smartphones killen Facebook

Analyst sagt Ende von Facebook voraus

Mittwoch, 06.06.2012 | 14:07 von Hans-Christian Dirscherl
Scheitert Facebook an der boomenden Internetnutzung auf mobilen Geräten?
Vergrößern Scheitert Facebook an der boomenden Internetnutzung auf mobilen Geräten?
© iStockphoto.com/Aleksej Vasic
Ein US-Finanzexperte hat das Ende von Facebook angekündigt. Denn Facebook würde an der Internetnutzung auf Smartphones scheitern.
Eric Jackson hat die Kapitalgesellschaft Ironfire Capital gegründet. Er sollte sich also mit Unternehmensgründungen und den Zukunftsaussichten von Firmen auskennen. In einem von Mashable zitierten Interview mit dem Nachrichtensender CNBC wagte er die bemerkenswerte Prognose, dass Facebook einmal wieder verschwinden werde.

Facebooks Untergang passiert aber nicht gerade morgen, Jackson verhält sich bei seiner Vorhersage ähnlich vorsichtig wie ein Wahrsager auf dem Rummelplatz. Denn mit Facebooks Ende rechnet der Unternehmen erst in fünf bis acht Jahren. Spätestens im Jahr 2020 soll Facebook aber von der Bildfläche verschwinden. Begeisterten Facebook-Nutzern bleibt also noch etwas Zeit…

Jackson wurde zunächst einmal durch den rapiden Fall der Facebook-Aktie zu seiner Aussage bewegt. Er begründet seine Prognose aber vor allem damit, dass Facebook es nicht schaffen werde auch auf dem mobilen Bereich, also als App für Smartphones und Tablets, ein ähnliches Schwergewicht zu werden wie es Facebook bei der klassischen Internetnutzung auf Desktop-Rechnern ist. “Die Welt bewegt sich immer schneller, es gibt immer mehr Konkurrenz” und „diejenigen, die die vorherige Generation dominiert haben, werden sich wirklich schwer tun auch bei der neuen Generation die gleiche Rolle zu spielen“ begründet Jackson seine Meinung zum Verschwinden von Facebook. Daran ändern auch Facebooks Zukäufe nichts: „Facebook kann einen Haufen mobiler Firmen kaufen (Jackson spielt damit auf den Kauf von Instagram an), aber es bleibt doch eine große, fette Webseite und das ist etwas deutlich anderes als eine mobile App“ legt Jackson nach.

Wobei der Unternehmer mit „Verschwinden“ nicht meint, dass Facebook überhaupt nicht mehr existiert. Sondern es würde seinen Worten zufolge genauso verschwinden wie der einstige Internet-Pionier Yahoo! verschwunden ist. Sprich: Das Unternehmen gibt es zwar noch, nur spielt es eben keine Rolle mehr und niemand redet mehr darüber.

„Yahoo verdient zwar immer noch Geld und ist immer noch profitabel und es hat immer noch 13.000 Mitarbeiter. Doch es ist an der Börse nur noch zehn Prozent von dem wert, was es 2000 wert war“ erklärt Jackson den Bedeutungsverlust von Yahoo.

Facebook hatte in seinen Informationen zum Börsengang übrigens selbst eingeräumt, dass die zunehmende Nutzung des mobilen Webs ein Problem für Facebook sei.

Mittwoch, 06.06.2012 | 14:07 von Hans-Christian Dirscherl
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