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Android-Malware seit Juli um 472 Prozent gestiegen

17.11.2011 | 17:58 Uhr |

Die Verbreitung von Malware-Programmen auf Smartphones auf Android-Basis ist in den letzten Monaten geradezu explodiert.

Einer Studie des Juniper Global Threat Centers zufolge befinden sich Malware-Programme auf Endgeräten mit Googles Betriebssystem Android auf dem Vormarsch. Seit Juli 2011 konnte ein Anstieg um 472 Prozent festgestellt werden. Zur Herstellung der gefährlichen Tools sei lediglich ein Entwickler-Account nötig, der bereits ab 25 US-Dollar angeboten wird. Einen Prüfprozess im herkömmlichen Sinne gäbe es schlichtweg nicht. Ob die Funktionsbeschreibung des jeweiligen Entwicklers mit dem tatsächlichen Inhalt der App übereinstimmt, würde nach Angaben der Studienersteller nicht kontrolliert.

Konkurrent Apple würde hingegen jede eingesandte Anwendung für den App Store  penibel kontrollieren und diese mit den eigenen Richtlinien abgleichen. Die Nachlässigkeit im Android Market  sei der Hauptgrund für die starke Verbreitung von Malware-Programmen in den letzten Monaten. Daher wäre Googles App-Angebot für die Hersteller derartiger Schadprogramme besonders attraktiv.

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Zwar seien auch Apple bereits einige peinliche Fehler bei der Freigabe von Apps unterlaufen, trotzdem wäre der Sicherheitsprozess, den jede Anwendung durchlaufen müsste, deutlich strenger. Für die Zukunft rechnet das Juniper Global Threat Center daher mit einer noch stärkeren Verbreitung von Malware-Inhalten auf Android-Smartphones. Im Oktober und November seien diesbezüglich schon neue Rekorde aufgestellt worden.

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