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Smartphone-Gyroskop lässt sich als Wanze einsetzen

18.08.2014 | 18:05 Uhr |

Die Lagesensoren von Smartphones sind so empfindlich, dass sogar Gespräche belauscht werden können.

Die in fast allen Smartphones verbauten Gyroskop-Sensoren erfassen die Lage des Geräts. Doch sie lassen sich auch zum Abhören der Anwender einspannen. Dies haben Forscher der US-Universität Stanford in Zusammenarbeit mit der in Israel ansässigen Einrichtung Rafael bewiesen.

Den Forschern zufolge könnten Hacker die Daten der empfindlichen Gyroskope auslesen und so Gespräche belauschen. Als Vorsichtsmaßnahme haben viele Anwender den Zugriff von Apps auf das Mikrofon unterbunden, die Gyroskope hingegen stehen jeder Anwendung zur Verfügung.

Zwar ist die Audioqualität der unbemerkt aufgenommenen Sprache nicht mit der eines Mikrofons vergleichbar. Dennoch konnten die Forscher 65 Prozent der Unterhaltungen verstehen. Sogar unterschiedliche Sprecher kann das Verfahren unterscheiden.

FAQ: Häufige Fragen zu Smartphones geklärt

Konkrete Hintergründe ihrer Forschung wollen die Experten im Rahmen der Hackermesse Usenix im Verlauf der Woche vorstellen. Ob und wie sich das Abhören über die Smartphone-Lagesensoren unterbinden lässt, teilten die Forscher leider noch nicht mit.

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