15.11.2011, 13:03

Friedrich Stiemer

Smartphone

Die Leidensgeschichte des iPhone-Akkus

Trotz des Updates bestehen weiterhin Probleme mit dem Akku.

Das Update auf iOS 5.0.1 sollte die Akkulaufzeit des iPhone 4S verbessern. Doch Nutzer berichten, dass das Problem noch weiter besteht und sogar noch weitere verursacht.
Letzte Woche veröffentlichte Apple das Update auf iOS 5.0.1. Dieser sollte unter anderem einen Bug in der Synchronisation beheben, welcher die Akkulaufzeit des iPhone 4S erheblich verkürzte. Doch die Nutzer sind enttäuscht und klagen weiterhin über leere Akkus. Bei einigen trat das Problem sogar auf, nachdem sie das Update installierten. Kyle Wiens von der Webseite iFixit bestätigt, dass die Geräte mit dem genannten Software-Fehler sogar nur einige Stunden durchhalten.

Das iPhone und der Akku

Von dem genannten Software-Problem sind nur zwar nur wenige iPhone-Besitzer betroffen, aber dennoch beschweren sich diese lauthals in Foren über die schlechte Akkulaufzeit. Obwohl der Akku des iPhone 4S eine etwas größere Kapazität aufweist als sein Vorgänger, dem iPhone 4, erleben Nutzer keine Verbesserung der Laufzeit. Das ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass die Entwicklung von Lithium-Ionen-Akkus nicht so schnell voranschreitet wie die der Smartphones.
Das iPhone 4S mag zwar mehr Akku-Kapazität haben, aber Dienste wie die iCloud ziehen aufgrund der Synchronisierung viel Strom. Außerdem sind zahlreiche Sensoren, GPS-Chips und Antennen verbaut, die ebenfalls mit Energie benötigen. Doch auch der Nutzer selbst ist schuld daran: sie sehen sich unterwegs Videos auf YouTube an, surfen im Internet, checken ihren Facebook-Account, unterhalten sich per Video-Telefonie und knipsen Fotos. Bei diesen Aktionen kann die relativ alte Technik der aktuell eingesetzten Akkus einfach nicht mehr mithalten.
Obwohl das iPhone als Akku-Killer gebrandmarkt ist, so ist es verglichen zu Android-Geräten mit ihren riesigen Touchscreens und LTE -Chipsätzen ein wahres Energiebündel. Denn die 4G-Chipsätze benötigen derzeit noch viel Energie, weswegen sich Apple beim iPhone 4S auch auf 3G-Empfang beschränkt hat. Laut Wiens sind nämlich die drahtlosen Verbindungen wie WLAN, GPS oder UMTS die wahren Batteriefresser. „Sehen Sie sich die Akkulaufzeit eines LTE-fähigen Modells an. Keine davon ist akzeptabel“, erläutert Wiens.
Ist Siri der größte Verbraucher?
Das iPhone 4S verfügt über einen Infrarot LED-Sensor der registriert, wenn sich der Besitzer das Smartphone ans Ohr hält. Dann macht das System Siri bereit für die Spracheingabe. Einige Energiespar-Tipps aus dem Internet empfehlen, dieses Feature auszuschalten. Doch bei dem Sensor handelt es sich um ein Bauteil mit geringem Verbrauch. Auch Kyle Wiens sagt, dass das Ausschalten der Option nicht wirklich viel Energie einspart. Doch je öfters der Benutzer Siri bemüht, umso mehr CPU-Leistung ist nötig. Denn Siri muss das Gesprochene erst verarbeiten und zu den Servern schicken, um die korrekte Antwort zu liefern oder um die geforderte Aktion durchzuführen.
Alles in allem sollte von einer allzu intensiven Nutzung seines iPhones absehen, wenn es länger im Betrieb sein soll. Denn trotz aller Gegenstimmen ist das iPhone eines der Geräte mit der besten Akkulaufzeit.
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