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Smart-Gadgets blasen zum Lauschangriff

19.02.2015 | 17:01 Uhr |

Samsungs Smart-TVs sind nicht die einzigen Geräte, die ihre Besitzer im Wohnzimmer belauschen.

Anfang des Monats geriet Samsung mit einer fragwürdigen Formulierung in seiner Datenschutzerklärung in die Kritik. Darin erklärt der Konzern, dass Konversationen von der Spracherkennung in einigen TV-Modellen aufgezeichnet und an Dritthersteller übermittelt werden. Samsung reagierte umgehend auf die Kritik und versprach eine Änderung der Datenschutzerklärung.

Dass Samsung bei weitem nicht das einzige Unternehmen ist, das seine Kunden über smarte Funktionen bespitzelt, beleuchtet das Online-Magazin fusion.net in dieser Woche in einem ausführlichen Bericht . Eine ähnliche Formulierung wie bei Samsung findet sich so beispielsweise auch in den Datenschutzrichtlinien von LGs Smart TVs.

Nicht nur Worte, sondern auch Bild, erfasst Microsofts Kinect. Aufgrund von Beschwerden über die Always-On-Funktion der Kamera, führte Microsoft mehr Kontrollmöglichkeiten ein. Dass das Gadget Gesichtsausdrücke erfassen und auswerten kann, halten Sicherheitsexperten jedoch nach wie vor für bedenklich. Immer ein offenes digitales Ohr hat auch Amazons Smart-Home-Assistent Echo. Der Lautsprecher reagiert auf Spracheingaben und nimmt laut Amazon nur die Befehle auf, die nach dem Aktivierungswort „Alexa“ gesprochen werden.

Neben smarten Gadgets im heimischen Wohnzimmer, schalten auch immer mehr intelligente Systeme im Auto auf Überwachung. So bietet Chevrolet mit MyLink ebenfalls eine Sprachsteuerung an, während der Performance Data Recorder neben dem Standort des Wagens auch dessen Fahrten und sogar Videos vom Innenraum erfasst. Googles Waze sammelt ebenfalls Standortdaten und ist so in der Lage, jeden Fahrer mit einem individuellen Profil zu versehen.

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