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Small Cells: Telekom erweitert Mobilfunknetz für schnelleres Surfen

19.08.2016 | 12:07 Uhr |

Die Telekom testet Small Cells auf öffentlichen Telefonen. Dadurch sollen Smartphone-Besitzer an Orten mit starker Mobilfunknutzung schneller surfen können.

Die Deutsche Telekom startet in Hagen und Kiel ihren bundesweit ersten Testlauf mit so genannten Small Cells. Damit sind kleine Funkzellen (Basisstationen mit Mobilfunk-Antennen) gemeint, die die eigentlichen Basisstationen der Mobilfunknetze ergänzen. Small Cells können einen Mobilfunkstandort auf einem Dach oder Mast zwar nicht komplett ersetzen. Sie ergänzen kleinere Bereiche innerhalb der Makrozelle aber mit zusätzlicher Kapazität.

Die Telekom montiert die Small Cells auf öffentlichen Telefonen, also auf den bekannten grauen Telefon-Säulen mit dem rosa Telekom-Logo. Diese öffentlichen Telefone befinden typischerweise an stark frequentierten Orten wie Fußgängerzonen, Bahnhöfen oder Flughäfen. Also genau dort, wo sich auch viele Menschen mit Mobiltelefonen aufhalten. Genau an diesen Stellen werden die Mobilfunknetze der Telekom besonders gefordert und zusätzliche Bandbreite macht hier Sinn. Das ist die Aufgabe der Small Cells – sie sollen als zusätzliche Antennen die Hauptantennen unterstützen. Damit die Telekom-Kunden via 4G (und später auch via 5G) schneller surfen können.

Drei Small Cells stehen nun in der Innenstadt von Hagen auf Telefon-Pfeilern, vier weitere Small Cells hat die Deutsche Telekom in der Altstadt von Kiel aufgestellt. Die Reichweite der Small Cells beträgt rund 200 Meter. Jede Small Cell muss mit dem Transportnetz der Telekom, dem Backhaul, verbunden werden.

Rund 30.000 öffentliche Telefone betreibt die Telekom derzeit im gesamten Bundesgebiet. Einige Tausend kommen laut Telekom theoretisch für einen Standort als Small Cell in Betracht. Neben den Telefonsäulen (die architektonisch gesehen eigentlich Pfeiler sind) kommen auch Telekom Shops, Lichtmasten oder Ampelanlagen als Standort für Small Cells in Betracht. Insbesondere für das kommende 5G-Netz ist ein kleinzelligeres Mobilfunknetz erforderlich.

Der Kunde soll laut Telekom keinen Unterschied beim Surfen bemerken.



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