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Sandisk präsentiert Slotmusic Player

15.10.2008 | 15:34 Uhr |

Mit der so genannten Slotmusic Card will Sandisk versuchen, dem rückläufigen Markt für Musik-CDs entgegen zu wirken. In den USA werden in Kürze komplette Alben auf den Micro-SD-Karten angeboten, jetzt hat Sandisk auch eine passenden Player für kleines Geld vorgestellt.

Immer mehr Menschen kaufen ihre Musik mittlerweile online, noch viel mehr bedienen sich bei Tauschbörsen. Dies führte in den vergangenen Jahren - unter anderem - dazu, dass immer weniger physische Tonträger verkauft wurden. Diesem Trend will sich nun Sandisk zusammen mit den vier führenden Musikstudios EMI Music, Sony BMG, Universal Music und Warner Music entgegen stemmen und ein neues Format am Markt etablieren: die Slotmusic Card. Dabei handelt es sich im Grunde um eine Micro-SD-Karte mit 1 GB Kapazität. Das Besondere daran: Alben diverser Künstler werden ab der kommenden Woche in den USA bereits auf Slotmusic Cards angeboten werden - ohne DRM-Mechanismen. Zusätzlich können die kleinen Speicher Infos wie Songtexte, Videos und mehr enthalten.

Zu den Künstlern, die vom Start weg erhältlich sein werden, gehören unter anderem Coldplay, Katy Perry, Leona Lewis, Rihanna, Robin Thicke, Elvis und Abba. Die Preise für ein Slotmusic-Album betragen dabei rund 15 Dollar. Passend hierzu hat Sandisk nun auch einen Einsteiger-Player speziell zur Verwendung mit Slotmusic Cards vorgestellt, der ab sofort in den USA auch erhältlich sein soll. Dieser kostet 19,99 Dollar und verfügt über einen Micro-SD-Slot, in den die Slotmusic Card einfach eingesteckt wird. Der Anwender muss dann nur noch den Play-Button drücken - fertig. Neben dem Standard-Player wird es auch Modelle mit Designs zu speziellen Künstlern geben, beispielsweise für Robin Thicke oder Abba. Diese beinhalten bereits eine Slotmusic Card mit einem Album des entsprechenden Künstlers und kosten 34,99 Dollar.

Der Player wiegt dabei rund 50 Gramm und ist etwa 7 Zentimeter lang. An Formaten werden MP3 und WMA unterstützt, für die Stromversorgung ist eine herkömmliche Batterie zuständig. Ohrhörer liegen ebenfalls bei. Ein Display sucht man allerdings vergebens, so dass Zusatzdaten, die auf den Slotmusic Cards enthalten sein könnten, nicht genutzt werden können. Im kommenden Jahr soll der neue Player auch seinen Weg nach Europa finden.

Was meinen Sie? Wird sich die Slotmusic Card am Markt durchsetzen und vielleicht letztendlich die CD vom Markt fegen, wie Sandisk prognostiziert hat? Schreiben Sie Ihre Meinung ins Forum zu dieser News.

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