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Skype deaktiviert fragwürdigen Link-Check

17.05.2013 | 17:00 Uhr |

In dieser Woche sorgte Microsoft mit einem fragwürdigen Link-Check im Skype-Chat für Aufsehen. Obwohl eine offizielle Stellungnahme noch aussteht, scheint der Konzern den Kontrollmechanismus nun deaktiviert zu haben.

Bei der Installation des VoIP-Dienstes Skype erklären sich Internet-Nutzer über die AGBs bereit, Microsoft bei ihren Gesprächen mitlesen zu lassen. Wie sich in dieser Woche herausstellte , scheint der Windows-Hersteller von dieser Erlaubnis auch regen Gebrauch zu machen. Wie Heise Security berichtete, ist mehreren Skype-Nutzern aufgefallen, dass Links, die sie in einem Skype-Chat benutzt hatten, wenig später von einer Microsoft-IP besucht wurden.

Ebenfalls stutzig macht die Tatsache, dass sich der Link-Check nur für https-Links zu interessieren schien. Http-Verweise, die ins Skype-Chat-Fenster eingefügt wurden, ließ der Bot aus Redmond unangetastet. Diese Tatsache alarmiert Sicherheitsexperten, da https-URLs häufig vertrauliche Informationen wie konkrete Sitzungsdaten enthalten.

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Während Microsoft auf eine entsprechende Anfrage mit dem Verweis reagierte, im Skype-Chat verwendete Links nur auf Spam zu überprüfen, scheint dem Konzern die Debatte nun zu heiß zu werden. Wie sich heute bei einer erneuten Überprüfung durch Heise Security herausstellte, hat Microsoft den fragwürdigen Link-Check eingestellt. Nach dem Einfügen unterschiedlicher Test-URLs erfolgten keine Kontroll-Besuche aus Redmond mehr. Eine offizielle Erklärung seitens Microsoft oder Skype steht jedoch auch weiterhin aus.

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