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Keine kostenlosen Telefonate wie beim iPhone

Skype gibt es demnächst auch für Blackberrys. Das wird durch eine offizielle Pressemitteilung bestätigt, nachdem es bisher nur Vermutungen und Gerüchte von der Mobilfunkmesse CTIA Wireless gab. Ab Mai kann die Software von der Webseite www.skype.com/m heruntergeladen werden. Die Nutzer sollten sie mit dem originalen Blackberry-Browser besuchen, damit der Server automatisch die richtige Version für das eigene Gerät auswählt.

Bei Skype für Blackberry handelt sich aber nur um eine Lite-Version, bei deren Benutzung Telefongebühren fällig werden. Die Software ist keine Komplettvariante von Skype, wie sie vorgestern für das iPhone veröffentlicht wurde. Über die Internetverbindung wird lediglich die Kontaktliste aktualisiert. Außerdem kann man darüber miteinander chatten. Für die Skype-Anrufe baut die Software eine normale Telefonverbindung zu einer lokalen Zugangsnummer auf, ein Server nimmt den Anruf entgegen und verbindet ihn über Skype weiter.

Solche Einwahlnummern bietet die Ebay-Tochterfirma bisher erst in zehn Ländern an, Deutschland gehört nicht dazu. Andere Medien, die alle von derselben australischen Nachrichten-Website abgeschrieben hatten, kündigten sogar Videotelefonate mit Skype auf dem Blackberry an. Doch das erweist sich jetzt als falsch. Die Software steht vorerst nur in Englisch zur Verfügung.

Es muss sich zeigen, ob die Mobilfunkanbieter mit dieser Lite-Version für Blackberry zufriedener sind als mit der Skype-Variante für das iPhone, die beispielsweise T-Mobile in seinem Mobilfunknetz und an den WLAN-Hotspots blockieren will. Bei der Blackberry-Version können die Netzbetreiber wenigstens den Minutenpreis für ein lokales Telefonat kassieren, während beim iPhone ihre Datentarife für kostenlose Telefonate missbraucht werden. Dennoch haben beispielsweise o2 und E-Plus in Deutschland bereits ähnliche Callthrough-Services wie Skype Lite blockiert.

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