150022

Skype bestreitet Software-Nachbau

15.07.2006 | 13:56 Uhr |

Der Internetelefonieanbieter Skype bestreitet, dass seine weltweit beliebte Telefon-Software durch ein chinesisches Unternehmen kompatibel zur eigenen Software nachgebaut werden kann.

In den vergangenen Tagen, waren im Internet Gerüchte aufgetaucht, dass es einem nicht genannten chinesisches Unternehmen gelungen sei, die Skype-Software nachzubauen. Bezugnehmend darauf, schrieb Skype in einer Stellungnahme am Freitag: «Wir haben keine Gründe anzunehmen, dass das wahr ist». Bei einem möglichen Nachbau, würde laut Skype der Programmcode der chinesischen Software hinter den Möglichkeiten und der Verlässlichkeit der Originalsoftware zurückbleiben.

Die Gerüchte nahmen ihren Anfang im VoiPWiki-Blog von Charlie Paglee, Geschäftsführer des amerikanischen Unternehmens Vozin Communications. Paglee. Paglee behauptete dort, ein nicht näher genanntes chinesisches Unternehmen sei dabei, den Protokoll-Code von Skype mittels Reverse Engineering herauszufinden. Um einen Nachbau vornehmen zu können, würden unter anderem einzelne Programmteile untersucht, um sie zu kopieren.

Die chinesische Software solle kompatibel zu Skype arbeiten und noch im August verfügbar sein. «Wenn die Software fertig ist, wird die Qualität beim Telefonieren glasklar sein», sagte Paglee der dpa. Derzeit sei die Software jedoch noch im Entwicklungsstadium. Nach Angaben von Paglee, arbeite Vozin Communications aber bereits mit der chinesischen Firma zusammen.

Paglees Firma entwickelt ein Zusatzprogramm für die direkte Skype-Konkurrenzsoftware Google Talk , sei aber von Google unabhängig. Das Skype-Protokoll, das zur Kommunikation zwischen Skype-Anwendern benutzt wird, ist nicht öffentlich und zudem proprietär. Das heißt, bislang kann der Dienst nur mit der Skype-Software genutzt werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
150022