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Skype: Beschnittene Funktion auf AMD-Rechnern

09.02.2006 | 15:55 Uhr |

Die Internet-Telefoniesoftware Skype erlaubt Telefonkonferenzen mit mehreren Teilnehmern. Nur auf einem Rechner mit einem Intel Dual-Core-Prozessor können aber bis zu 10 Gesprächspartner miteinander reden. Bei gleichwertigen AMD-Prozessoren liegt das Limit bei fünf. Grund dafür ist eine Zusammenarbeit zwischen Skype und Intel.

Skype erlaubt seit der Version 2.0 Telefonkonferenzen mit bis zu 10 Teilnehmern. Das ist allerdings nur möglich, wenn es sich bei den verwendeten Rechnern um PCs mit einer Dual-Core-CPU von Intel handelt. Nur bei einem Intel Core Duo oder einem Pentium D ist die Funktion aktiv. Bei Rechnern mit einer Single-Core-CPU oder mit einem Dual-Core-Prozessor von AMD können nur maximal fünf Teilnehmer ein Konferenzgespräch führen.

Wie die US-IT-Site Cnet berichtet, haben Skype und Intel eine Vereinbarung geschlossen. In der Telefonie-Software ist ein Code integriert, der erkennt, ob sich im Rechner eine Dual-Core-CPU von Intel befindet und dann die maximale Teilnehmerzahl für Konferenzgespräche auf 10 erhöht.

Intel ist laut Angaben von Rob Crooke, Vice President der Intel Business Client Group, auf die Entwickler von Skype zugegangen und hat ihnen einen Plan zur Optimierung des Codes für Intel-CPUs bei Konferenzgesprächen vorgeschlagen. Intel preist die Vorzüge der Intel-CPUs vorbehaltenen Funktion auf dieser Seite an.

Laut Angaben von Skype wurden Performance-Tests gemacht und die Optimierungen für gut befunden. Es wurden allerdings keine Angaben darüber gemacht, ob die Performance auch mit der von Dual-Core-Prozessoren von AMD verglichen wurde.

Ein Skype-Sprecher erklärte, dass das Feature für 10 Gesprächsteilnehmer nur für eine begrenzte Zeit exklusiv Intel-CPUs vorbehalten bleiben wird. Wann das Feature auch für andere CPUs freigeschaltet werden soll, wollte der Sprecher allerdings nicht verraten.

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