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Skype-Ausfall: Zu viele Neustarts zwangen Skype in die Knie

20.08.2007 | 12:09 Uhr |

Skype hat jetzt eine Erklärung für den Ausfall seines Internet-Telefonie-Netzes veröffentlicht. Demnach haben sich einfach zu viele Skype-Nutzer nach einem Software-Update gleichzeitig angemeldet.

Am Donnerstag, den 16.8., begann der Ausfall des Skype-Netzes. Nutzer konnten sich nicht mehr anmelden oder – wenn sie es doch schafften – bekamen keine Kontakte mehr zu sehen. Ebay und Skype hatten lange zu den Gründen für den Ausfall geschwiegen und so für ein Kommunikations-Desaster im doppelten Sinn gesorgt.

Jetzt hat sich Skype doch noch zu dem mittlerweile behobenen Knock-out geäußert: Rund um den Globus habe es innerhalb kürzester Zeit einen massiven Neustart der PCs der Skype-Nutzer gegeben, nachdem diese zuvor ein Software-Update aufgespielt hatten. Dieser massive Zugriff habe die Netzwerk-Ressourcen von Skype überfordert und damit eine Kettenreaktion ausgelöst, die das Skype-Netzwerk für rund zwei Tage in die Knie zwang.

Besonderen Wert legt man bei Skype und Ebay (das Skype vor einiger Zeit aufkaufte) darauf, dass es sich um keinen Hackerangriff gehandelt habe. Das Skype-Netz wurde demnach nicht durch Angreifer von außen lahm gelegt.

Für die Internet-Telefonie waren das zwei schwarze Tage. Immerhin empfiehlt sich Telefonie per Internet seit langem als leistungsfähige und zuverlässige Alternative zur klassischen Telefonkommunikation. Skype und andere VoIP-Anbieter versprechen immer wieder, dass man das klassische Telefon vollständig durch Internet-Telefonie ersetzen könnte. Gerade Unternehmen sollen damit viel Geld sparen können. Doch nicht nur professionelle Anwender von Internet-Telefonie dürften über einen mehrtätigen Ausfall ihrer Telefonverbindung entsetzt sein.

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