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Skype 3.0 ist noch schwerer zu entdecken

30.11.2006 | 16:45 Uhr |

Die kürzlich als Beta-Version veröffentlichte Version 3.0 von Skype soll durch Änderungen beim Verbindungsaufbau noch besser gegen die Blockierung durch Filtermaßnahmen gewappnet sein.

Am 29. November hat die Ebay-Tochter Skype eine neue Beta-Version ihrer Internet-Telefonie-Software Skype 3.0 bereit gestellt. Bereits die bisherigen Versionen sind durch die Art, wie sie untereinander Kontakt aufnehmen und kommunizieren, nur schwer im Datenstrom zu entdecken oder gar zu blockieren.

Einige Anbieter von Filterlösungen haben es jedoch geschafft einen Weg zu finden, wie Skype-Pakete entdeckt und abgeblockt werden können. In der Version 3.0 von Skype kommen verschiedene kleine Änderungen zum Einsatz, die eine Entdeckung weiter erschweren. So ist der Aufbau verschlüsselter UDP-Kanäle modifiziert worden, über die Skype-Clients untereinander Kontakt aufnehmen. Auch die Länge der Datenpakete ist geändert worden. Außerdem haben die Entwickler die Anzahl der TCP-Verbindungen reduziert, die Skype öffnet.

Einige der Modifikationen kommen nur zum Tragen, wenn beide Kommunikationspartner Skype 3.0 einsetzen. Um die Kompatibilität mit bisherigen Versionen zu erhalten, beherrscht Skype 3.0 auch weiterhin die bislang verwendete Art der Kommunikation, kann dann jedoch auch leichter entdeckt und blockiert werden.

Die im Grunde einfachste Methode für Unternehmen die Nutzung von Skype zu unterbinden ist die Erkennung der Skype-Software auf den Rechnern der Angestellten. Dazu bietet zum Beispiel der britische Antivirus-Hersteller Sophos ein Zusatzmodul für seine Antivirus-Software an. Internet-Provider, die ihre eigene VoIP-Lösung vor der Konkurrenz durch Skype schützen wollen, sind allerdings darauf angewiesen die Datenpakete mit geeigneten Filtern aufzuspüren.

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