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HP-Videokonferenzen via Desktop

29.09.2009 | 12:33 Uhr |

Hewlett Packard (HP) hat mit "SkyRoom" eine Lösung vorgestellt, mit der man eine neue Ära des Video-Conferencing einläuten will.

Denn die Software, die bis zu vier Personen den Echtzeit-Austausch auch von Rich-Media-Inhalten erlaubt, läuft direkt auf Desktops und sogar Notebooks. Ermöglicht wird die Lösung HP zufolge durch eine Technologie, die ursprünglich für die Datenübertragung im Weltraum entwickelt wurde. Da die SkyRoom-Software für virtuelle Besprechungen auf nur 130 Euro kommt, verspricht sie Unternehmen ein beachtliches Einsparungspotenzial gegenüber Dienstreisen. Auf ausgewählten HP-Systemen wird die Software in Zukunft vorinstalliert. Morgen, Dienstag, gibt es im Rahmen der HP Ideas 2009 in Wien die Möglichkeit, einen Blick auf die Lösung zu werfen.

Die Basis für SkyRoom bildet laut Unternehmen eine von den HP Labs entwickelte Technologie zur Bild- und Videoübertragung, die ursprünglich für die Übermittlung von Fotos vom Mars zur Erde entwickelt wurde. Die darauf aufbauende Lösung verspricht eine einfache Bedienung. Etwa genügt ein Klick auf einen Kontakt, um ein SkyRoom-Meeting zu starten. Ebenso mit einem Klick ist es möglich, auf allen Teilnehmer-Bildschirmen die gleichen Daten anzuzeigen. So lassen sich laut Unternehmen nicht nur Office-Programme innerhalb einer Arbeitsgruppe nutzen. "HP SkyRoom ist für hochauflösendes Echtzeit-Sharing gedacht", betont man seitens des Unternehmens gegenüber pressetext. Um dabei eine effiziente Übertragung zu gewährleisten, reagiert die Software am Computer des Präsentators auf Veränderungen in der Bildschirm-Darstellung. Nur diese werden anstelle der gesamten Ansicht komprimiert, kodiert und an die anderen Teilnehmer geschickt.

Zwar ist SkyRoom mit maximal vier Konferenz-Teilnehmern nur für kleinere Arbeitsgruppen interessant, doch hat die Limitierung praktische Gründe. "Wir wollten sicherstellen, dass das Produkt die richtige Performance und das richtige Nutzererlebnis bietet", heißt es auf Nachfrage von pressetext. Dabei ist SkyRoom sowohl in Sachen Hardware-Anforderungen als auch Netzwerklast relativ sparsam. SkyRoom funktioniert HP zufolge auf Windows-PCs, die einen Intel Core Duo- oder gleichwertigen Prozessor mit 2,33 Gigahertz Taktung und zwei Gigabyte RAM haben. Die erforderliche Breitband-Verbindung muss nur moderate 400 Kilobit pro Sekunde Übertragungsrate erreichen. Um die Sicherheit zu gewährleisten, kann die Teilnahme außerhalb der Unternehmens-Firewall nur über eine sichere VPN-Verbindung erfolgen.

Für Unternehmen attraktiv machen soll SkyRoom nicht zuletzt der Preis von 130 Euro pro Arbeitsplatz, wobei keine weiteren monatlichen Gebühren anfallen. Vergleichbare Kosten können leicht schon bei einem einzigen Kurzstreckenflug entstehen. Auf bestimmten HP-Workstations wird die Software in Zukunft außerdem kostenlos vorinstalliert, während einige Business-Modelle im Desktop- und Notebooksegment des Herstellers mit einer 90-Tages-Testversion kommen.

Vor der aktuell anstehenden Präsentation in Wien hatte HP SkyRoom in der Vorwoche in den USA im Rahmen der Technologiekonferenz DEMOfall vorgestellt. Dort konnte die Lösung durchaus positive Kritiken ernten. Die NetworkWorld etwa sprach von "einem der bemerkenswertesten Enterprise-Produkte", die auf der DEMOfall zu sehen waren. Auch bei eWeek hat es SkyRoom auf die Liste der vielversprechendsten Produkte der Konferenz geschafft. (pte)

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