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Skandinavische Dialer-Connection aufgeklärt

24.10.2005 | 14:47 Uhr |

Der mutmaßliche Kopf eines Rings organisierter Dialer-Abzocker ist verhaftet worden.

Die Ermittlungen im Fall der so genannten "Skandinavien Connection" von Dialer-Betrügern neigen sich einem erfolgreichen Abschluss entgegen. Auf der Ferieninsel Mallorca wurde der mutmaßliche Kopf der Bande, ein Däne, verhaftet und nach Deutschland überstellt.

Wie Dialerschutz.de schon seit Anfang 2004 mehrfach berichtete, hatten die Täter in Werbebannern auf Web-Seiten versteckte Dialer auf die Computer von Tausenden von Anwendern eingeschleust. Diese Dialer wählten dann keine 0190-Nummern sondern normale Festnetzrufnummern an. Dabei wurde die Rufnummer des Telefonanschlusses mit übertragen.

Die Täter ermittelten aus Telefonverzeichnissen oder durch fingierte Anrufe bei den Anschlussinhabern die zu den Rufnummern gehörenden Namen und Adressen. Dann verschickten sie Rechnungen für angeblich in Anspruch genommene Leistungen, in der Regel Erotik-Dienste. Abgerechnet wurden die die vermeintlichen Leistungen über Firmen wie "Hanseatische Abrechnungssysteme" (HAS) und "Digital Web Media".

Nachdem der Hamburger Geschäftsführer der HAS verhaftet worden war, legte er ein umfasssendes Geständnis ab. Jetzt konnten die Ermittler auch den mutmaßlichen Anführer der Bande festnehmen, der bislang von Mallorca aus weiter seinen Geschäften nachging. Morton S., ein Däne, soll auch etliche weitere, ähnliche Dialer-Geschäfte betrieben haben, etwa mit Firmen, die auf Mallorca und in Uruguay angesiedelt sind. Der Däne wurde inzwischen nach Deutschland ausgeliefert und sitzt hier in Untersuchungshaft.

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