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Vorgebliche Promi-Videos führen zu Malware

22.07.2009 | 16:47 Uhr |

Der aufgebauschte Skandal um eine heimlich gefilmte Sportreporterin wird von kriminellen Trittbrettfahrern ausgenutzt, um Malware zu verbreiten. Die Masche an sich ist nicht neu, wird jedoch immer ausgefeilter.

Ob es der Tod von Michael Jackson oder der neueste Harry-Potter-Film ist - stets finden sich Trittbrettfahrer aus der Spam- und Malware-Szene, die populäre Nachrichten für ihre Zwecke ausnutzen. Im jüngsten Beispiel geht es um ein heimlich aufgenommenes und ins Netz gestelltes Video einer in den USA sehr beliebten Sportreporterin. Erst seit sie das Video durch ihre Anwälte aus dem Netz verbannen lässt, ist ein Skandal daraus geworden, der Malware-Spammer auf den Plan ruft.

Erin Andrews ist eine noch recht junge, populäre Sportreporterin beim US-Sender ESPA. Bereits im Februar dieses Jahres ist ein Video im Internet aufgetaucht, das die 29 Jahre alte Reporterin unbekleidet vor dem Spiegel in ihrem Hotelzimmer zeigt. Die Qualität ist so allerdings schlecht, dass man kaum etwas erkennen kann, schon gar nicht das Gesicht. Kürzlich hat Andrews jedoch ihre Anwälte ausgesandt, um den Websites, die das Video oder Standbilder daraus zeigen, dies zu verbieten. Dadurch hat sie die Echtheit des Filmchens bestätigt.

Und schon werden per Mail, Twitter und im Web Links verbreitet, die vorgeblich zu dem verbannten "Peephole"-Video führen sollen. Tatsächlich aber landen neugierige Möchtegern-Schlüssellochgucker auf einer Nachahmung der CNN-Website, die ihnen einen vorgeblichen Video Player aufnötigt. Die Macher haben sich dieses Mal mehr Mühe gegeben überzeugend zu sein als früher. Die Seite ist garniert mit Standbildern aus dem Video.

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