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06.02.2012, 20:24

Michael Söldner

Skandal

Runderneuerte Xoom-Tablets wurden mit Daten ihrer Vorbesitzer verkauft

©motorola.com

Motorola hat über 100 aufbereitete Xoom-Tablets an seine Kunden ausgeliefert, die noch immer die Daten der Vorbesitzer enthielten.
Von Oktober bis Dezember 2011 hat Motorola über die Plattform Woot.com 6200 runderneuerte Tablet-PCs verkauft. Auf über 100 dieser aufbereiteten Geräte fanden sich die Nutzerdaten der Vorkäufer, darunter Anmeldenamen, Passwörter und sogar Apps. Der Hersteller entschuldigt sich jetzt offiziell bei seinen Kunden, die eigentlich geplante Löschung der Geräte vergessen zu haben.
Das Unternehmen verspricht, die versehentliche Offenlegung der Daten von Erstkäufern wieder gut zu machen. Als Ausgleich soll allen Käufern, die ihr Xoom-Tablet im Zeitraum von März bis Oktober bei Amazon.com, Best Buy, BJ’s Wholesale, eBay, Office Max, Radio Shack, Sam’s Club oder Staples erstanden und dann wieder zurückgegeben haben, eine zweijährige Mitgliedschaft für ProtectMyID Alert zugestanden werden.
Der Dienst sichert Nutzer vor Identitätsdiebstahl ab und verspricht den Schutz sensibler Daten. Trotzdem legt Motorola betroffenen Kunden nahe, ihre Passwörter für E-Mails und soziale Netzwerke zu ändern. Gebrauchtkäufer der betroffenen Geräte werden zudem gebeten, die erstandenen Xoom-Tablets zum Service einzuschicken.
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