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Sipgate: Viel Neues zum Thema VoIP auf der CeBIT

02.02.2006 | 14:11 Uhr |

Auch Sipgate will demnächst eine VoIP-Flatrate anbieten und diverse Tarifoptionen einführen. Unter anderem sollen demnächst Verschlüsselung und zustätzliche Rufnummern buchbar sein.

Der VoIP-Anbieter Sipgate will bis zur CeBIT zahlreiche neue Tarife und Produkte einführen. Seine Planungen hat der Dienst schon jetzt bekannt gegeben, die Preise stehen jedoch noch nicht endgültig fest. Geplant ist zum einen eine Flatrate für Telefonate ins deutsche Festnetz. Die Grundgebühr soll sich "am unteren Ende der Preisspanne bereits bestehender Angebote" der Wettbewerber orientieren. Zu erwarten ist also eine Pauschale um die zehn Euro. Die Flatrate soll verknüpft mit einer Mindestlaufzeit und subventionierter Hardware sein.

Der Tarif "Sipgate Plus" soll gegen eine monatliche Gebühr drei Ortsnetzrufnummern enthalten und einen reduzierten Minutenpreis für Gespräche ins deutsche Festnetz bieten. Zudem wird er das Protokoll T.38 unterstützen, das problemloses Faxen mit normalen Faxgeräten über VoIP ermöglichen soll. Als Alternative wird der Tarif eine Webfax-Option beinhalten. Fax-Dokumente werden dabei über das Sipgate-Kundenmenü im PDF-Format versendet und empfangen. Sipgate kümmert sich beim Übergang ins Festnetz um die Umwandlung. Auch bei Sipgate Plus gilt: Subventionierte Hardware ist inklusive, dafür gilt aber einer Mindestlaufzeit. Der Tarif lässt sich auch zur Telefon-Flatrate hinzubuchen.

Da VoIP-Telefonate derzeit bei den meisten VoIP-Providern ungesichert laufen, lassen sie sich unter bestimmten Bedingungen abhören. Allen, denen Abhörsicherheit wichtig ist, will Sipgate gegen eine "geringe monatliche Grundgebühr" die Option "Sipgate Crypto" anbieten. Sie erlaubt die Benutzung des Protokolls SRTP (Secure Real Time Protocol), das die übertragenen Datenpakete durch einen Verschlüsselungs-Algorithmus sichert. Zusätzlich verschlüsselt Sipgate die Rufnummern beider Gesprächsteilnehmer beim Gesprächsaufbau durch die Verwendung des TLS-Protokolls (Target Layer Security). Für eine gesicherte Kommunikation muss das VoIP-Telefon beziehungsweise der VoIP-Adapter die Protokolle unterstützen.

Der bisherige Tarif mit kostenloser Rufnummer und ohne monatliche Grundgebühr bleibt unter dem Namen "Sipgate Standard" weiterhin bestehen. Alle Sipgate-Kunden können demnächst gegen eine einmalige Aktivierungsgebühr weitere Nummern aus ihrem Ortsnetz hinzubuchen. Noch im Laufe dieses Jahres sollen Rufnummern aus allen 5200 deutschen Ortsnetze zur Verfügung stehen. Momentan hat Sipgate 1000 Vorwahlen im Programm.

Auf der CeBIT will Sipgate außerdem neue VoIP-Hardware vorstellen. Dazu zählen VoIP-Bildtelefone und Dual-Mode-Handys, die sowohl per WLAN und VoIP als auch per GSM im Handynetz funktionieren.

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