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Medien-Fernzugriff per Handy

25.06.2008 | 11:43 Uhr |

Warum auf mobilen Endgeräten Unmengen an Daten mitschleppen, wenn man einfach per Internet-Verbindung auf den heimischen PC oder das Büro-Netzwerk zugreifen kann? Was bislang recht kompliziert ist, soll künftig nahezu jedermann mit ein paar Klicks schaffen - per Handy.

Das Unternehmen Singelclick Systems hat angekündigt, dass seine Fernzugriffs-Lösung Singleclick Remote Access, die bislang nur für PCs angeboten wird, ab dem 15. Juli auch mit mobilen Endgeräten wie dem iPhone, Blackberrys und 7000 weiteren Handy-Modellen funktionieren wird.

Auf der gerade stattfindenden Messe Connections 2008 Conference in Santa Clara soll der neue Dienst präsentiert werden. Um den Service nutzen zu können, werden die Anwender laut Hersteller keinerlei Software auf ihrem Endgerät installieren müssen. Der Zugriff auf die heimischen Musik-Titel, Videos oder Bilder erfolgt über ein passwortgeschütztes Web-Portal des Anbieters. Die ausgewählten Inhalte werden dann über das Mobil-Funknetz auf das Endgerät gestreamt. Dies ist zugleich der größte Haken des neuen Angebots, da für den Kunden nicht nur Kosten anfallen, sondern viele Mobilfunkanbieter das Streamen von Dateien in ihren Nutzungsbedingungen einschränken.

Singleclick bietet seine Fernzugriffslösung bereits seit mehreren Jahren an und richtet sich dabei an kleinere LANs. Anwender bestimmen über die Software einen zentralen Media-Server, auf den dann alle im Netzwerk angeschlossenen Rechner zugreifen und Multimedia-Inhalte abrufen können. Zu Beginn des Jahres wurde das Angebot um eine Fernzugriffslösung erweitert, die monatlich mit 10 Dollar Gebühr zu Buche schlägt. Darüber wurde der Zugriff über ein passwortgeschütztes Web-Portal möglich. Dieser Dienst - zunächst nur für PCs gedacht - wird nun auf mobile Endgeräte erweitert.

Dabei muss sich der Anwender laut Singleclick keinerlei Gedanken mehr über verschiedene Codecs machen. Diese Aufgabe erledigt der Media-Server automatisch. Je nach Endgerät, das auf die Dateien zugreift, transkodiert dieser den Inhalt automatisch in das passende Format. Dabei kommt die Open-Source-Datenbank Wireless Universal Resource File (WURFL) zum Einsatz, die Details zu einzelnen Handy-Modellen und deren Multimedia-Fähigkeiten bereithält.

Wenn also beispielweise ein iPhone-Nutzer ein Video von seinem heimischen Media-Server ansehen möchte, würde der Server dieses automatisch in das Quicktime-Format transkodieren, so das Unternehmen. Zudem wird eine kleine Vorschau angezeigt, damit der Anwender sehen kann, wie die Qualität des Videos sein wird. Schließlich würde der Film über den internen Quicktime-Player des iPhones abgespielt werden. Verfügt ein Handy über keinen eigenen Player, erfolgt die Wiedergabe im jeweiligen Browser.

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