23.08.2007, 14:40

Christian Löbering

Sind die Google Apps ein Karrierekiller?

Die Einführung der "Google Apps" kann sich für IT-Verantwortliche zu einer Karrierebremse entwickeln, wenn sie zu viel von der Büro- und Collaboration-Software aus dem Web erwarten.

Mit einer reichlich überspitzten These hat die Burton Group eine Studie vorgestellt, in der es um das Potenzial der Google Apps für den Unternehmenseinsatz geht. Zwar sei der niedrige Preis des Online-Angebots verlockend, doch müsse man damit auch einen "rudimentären" Funktionsumfang in Kauf nehmen. Unter gewissen Umständen sei der Einsatz der Google Apps nützlich, so die Analysten. Dies betreffe vor allem Start-ups sowie andere Kleinunternehmen, die eine Suite für die grundsätzlichen Office- und Collaboration-Aufgaben benötigen – beziehungsweise für Firmen, die eine "Collaboration Light" testen wollen. Selbst bei Google würden die Apps nur als Collaboration-Zusatz zum Office-Paket von Microsoft genutzt, heißt es in der Studie.
Bei großen Unternehmen stelle sich die Situation jedoch anders dar: "Google hat mit dem günstigen Preismodell von 50 Dollar pro Nutzer und Jahr in Unternehmen für Interesse gesorgt", schreibt Guy Creese. "Jedoch könnte eine Entscheidung für Google Apps den Unternehmen und ihren Enterprise-Architekten Probleme bereiten, wenn sie ihre Hausaufgaben nicht machen: Der begrenzte Funktionsumfang der Lösung erfordert es, dass Firmen vorsichtig auswählen und behutsam implementieren."
Laut Burton Group haben die Applikationen von Google diverse Nachteile gegenüber Office, was den Funktionsumfang betrifft. So fehle etwa die automatische Erstellung von Fußnoten und Inhaltsverzeichnissen bei Google Docs, gewisse Datenbankfunktionen bei Google Spreadsheet sowie eine Präsentationssoftware, an der Google allerdings arbeitet. Zudem könnten die Anwendungen nicht so umfangreich wie die Office-Tools an spezifische Belange angepasst werden. Auch würden Wikis, Diskussionsforen und RSS-Feeds fehlen.
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