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Siemens will Mobilfunknetz-Sparte verkaufen

Siemens führt Verhandlungen über den Verkauf der kriselnden Kommunikationssparte Com. Möglicher Interessent ist der amerikanische Konzern Motorola, berichtete heute die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Eine Option der anhaltenden Gespräche zwischen hochrangigen Managern der Firmen sei dabei die Abspaltung der kompletten Siemens Com Sparte. Diese erwirtschaftet 13 Milliarden Umsatz und beschäftigt derzeit 55.000 Mitarbeiter.

Heute schrieb die „FAS“ in einem Bericht, dass Motorola schon mehrfach bei Siemens angefragt habe und interessiert sei, den sehr profitablen Geschäftsbereich der Mobilfunknetze zu übernehmen. Daran, auch besonders die verlustreichen Teile der Sparte zu verkaufen, sei Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld gelegen. Öffentliche Kommentare zu den laufenden Verhandlungen lehnten beide Großkonzerne im Moment jedoch noch ab.

Am 26. April steht die nächste Aufsichtsratssitzung bei Siemens an. Dort werden dann wohl neben den Halbjahresergebnissen auch die Zukunftsaussichten von Siemens Com zur Sprache gebracht werden. Damit rechnen zumindest die Siemens-Aufsichtsräte.

Vorstandschef Klaus Kleinfeld würde mit dem Verkauf der Mobilfunknetz-Sparte, zugleich dem wichtigsten Geschäftsbereichs des Konzerns, den Forderungen wichtiger Siemens-Investoren nachkommen, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ weiterhin. Die DWS , Deutschlands größte Fondgemeinschaft, verlange beispielsweise eine komplette und schnelle Trennung von der verlustbelasteten Siemens Com Sparte. DWS-Fondsmanager Henning Gebhardt dazu: „Siemens muss die Sache schnell klären. Im Interesse der Aktionäre wie im Interesse der Sparte".

In der Vergangenheit wurde mehrfach darüber berichtet, daß Siemens die Com Sparte aufspalten und einzeln verkaufen wolle. Der kriselnde Handy-Bereich war weit davon entfernt die verlangte Rendite zu erwirtschaften.

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