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Siemens will 3.300 Stellen in Deutschland streichen

06.02.2015 | 11:31 Uhr |

Siemens will weltweit über 7.800 Arbeitsplätze streichen. Auch Deutschland ist von dem Stellenabbau betroffen.

Siemens will im Rahmen der im Mai 2014 angekündigten Straffung von "Verwaltungs- und Overheadfunktionen" weltweit rund 7.800 Arbeitsplätze abbauen. Das kündigt das Unternehmen am Freitag in einer Mitteilung an. In Deutschland sollen 3.300 Stellen gestrichen werden.

"Mit unserem Unternehmenskonzept Vision 2020 wollen wir das Unternehmen wieder auf nachhaltigen Wachstumskurs bringen und die Profitabilitätslücke zu den Wettbewerbern schließen", so Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzende der Siemens AG. Durch die strategische Neuausrichtung soll die Organisation gestrafft und Zwischenebenen gestrichen werden. "Damit bringen wir unsere Geschäfte näher zum Kunden und werden erheblich effizienter", erklärt Kaeser.

Auch bei IBM werden wohl zahlreiche Stellen wegfallen

In Deutschland sind 3.300 Arbeitsplätze betroffen. Dazu soll gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern nach sozialverträglichen Lösungen gesucht werden. "Wir haben eine Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern, die besagt, dass wir betriebsbedingte Kündigungen vermeiden wollen. Und die gilt selbstverständlich weiterhin", verspricht Personalvorstand und Arbeitsdirektorin Janina Kugel.

Siemens erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen weltweit rund 357.000 Beschäftigte.

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