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Siemens vor größerem Stellenabbau nach der Bundestagswahl?

Möglicherweise plant Siemens einen größeren Personalabbau. Details dazu werden allerdings erst nach der Bundestagswahl bekannt gegeben.

Bei Siemens geht die Angst um vor einem massiven Stellenabbau nach der Bundestagswahl. Allein in der verlustreichen Kommunikationssparte Com sei eine Größenordnung von 3000 Arbeitsplätzen realistisch, erfuhr die dpa. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" könnten in den Problemsparten von Siemens insgesamt bis zu 10.000 Stellen wegfallen. Entscheidungen sollen frühestens kurz nach der Bundestagswahl bekannt gegeben werden.

Ende August hatte sich bereits der Siemens-Zentralvorstand bei einer Krisensitzung mit den Problemen bei Com, beim IT-Dienstleister SBS und in der Logistiksparte L&A beschäftigt. Als erste Konsequenz wurde die Ausgliederung des Produkt- und Systemgeschäfts für Materialfluss-Lösungen aus L&A in eine neue Gesellschaft mit 5000 Beschäftigten angekündigt. Auf diesem Weg solle die Sparte für Kooperationen geöffnet werden. "Angesichts der jüngsten Entwicklungen bei Siemens steht bereichsübergreifend Kooperation allzu oft nur für Verkauf", kritisiert die IG Metall.

Siemens-Chef Klaus Kleinfeld versuchte, die Beschäftigten zu beruhigen. "Wir beschäftigen in Deutschland 164.000 Mitarbeiter und diese Zahl ist im vergangenen Jahr stabil geblieben. Ich kann keinen Grund erkennen, warum sich an dieser Größenordnung etwas ändern sollte", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe).Auch habe Siemens nicht vor, Zentralen von Geschäftsbereichen ins Ausland umzusiedeln.

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