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Siemens streicht weitere 1.000 Stellen im Com-Bereich

Siemens plant, in seinem Krisenbereich Com noch mehr Stellen zu streichen als bisher bekannt gegeben wurde. Wie der Industrie- und Technikkonzern in München mitteilte, soll für etwa 1.000 Mitarbeiter ein Interessenausgleich erarbeitet werden.

Zur Begründung dieser Mitteilung hieß es: "Die Reduzierung von Arbeitsplätzen ist unvermeidbar, da auch Siemens Kostenpositionen erreichen muss, die im internationalen Preiswettbewerb angemessen sind". Laut einem Sprecher erstreckt sich der zusätzliche Abbau von etwa 1.000 Stellen bei Siemens Com über den ganzen Bereich. Bis wann die Arbeitsplätze gestrichen werden sollen und wie teuer das Siemens zu stehen komme, könne er jedoch nicht sagen. Äußern wollte sich der Siemens-Sprecher auch nicht zu einem möglichen Stellenwegfall im Ausland.

Der kriselnde Siemens Com-Bereich befindet sich seit längerem im Umbau. Am Ende des vergangenen Geschäftsjahres 2004/05 beschäftigte Communications (Com) nach Angaben von Siemens knapp 54.500 Angestellte. Bei der Halbjahres-Pressekonferenz hatte Konzernchef Klaus Kleinfeld einen weiteren Stellenabbau bei Com angekündigt, ohne jedoch eine Zahl zu nennen. Der Wirtschaftsausschuss war diesen Freitag über entsprechende Pläne unterrichtet worden. Der Aufsichtsrat ist laut Kleinfeld bereits informiert.

Laut Siemens-Angaben wurden in den vergangenen Monaten bei Com in Deutschland bereits 1.500 Stellen gestrichen. Im Ende März abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal brach das Ergebnis des größten der elf Konzernbereiche um 75 Prozent auf 27 Millionen Euro ein, während der Com-Umsatz um 7 Prozent auf 3,83 Milliarden Euro stieg. Im laufenden zweiten Geschäftshalbjahr erwartet Siemens in dem Krisenbereich höhere Umstrukturierungskosten als die "geringen" Umbauaufwendungen in den ersten sechs Monaten 2005/06.

Wie Siemens mitteilte habe der Kommunikationsbereich den größten Teil seines siebenprozentigen Umsatzwachstums im zweiten Geschäftsquartal (Ende März) dem Geschäft mit Netzbetreibern (Carrier Networks) zu verdanken. Unter Preisdruck und Veränderungen im Umsatzmix litt das Geschäft mit Unternehmenskunden (Enterprise Networks). Hier hätten die Erlöse nahezu stagniert.

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