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Siemens streicht 1700 Arbeitsplätze in Deutschland

27.09.2016 | 16:50 Uhr |

Der Siemens-Konzern baut rund 1700 Arbeitsplätze in Deutschland ab. Vor allem ein Bundesland erwischt es hart.

Seit März 2016 wird über den Umfang des Stellenabbaus bei Siemens spekuliert, jetzt liegen die Karten auf dem Tisch: Siemens streicht die Arbeitsplätze von rund 1700 Mitarbeitern in Deutschland. Das berichtet Spiegel Online

Bayerische Werke trifft es hart

Die meisten Arbeitsplätze streicht Siemens in seinen bayerischen Werken: In Nürnberg fallen 590 Jobs weg, in Ruhstorf bei Passau trifft es 600 Arbeitsplätze und in Erlangen streicht Siemens 130 Stellen. Dazu kommen noch 330 wegfallende Jobs in Bad Neustadt/Saale.

Sparte Prozessindustrie und Antriebe betroffen

Betroffen sind Werke, die zur Sparte Prozessindustrie und Antriebe von Siemens gehören. Der Stellenabbau fällt aber etwas weniger gravierend aus als es Siemens ursprünglich geplant hat und es in den Medien kolportiert wurde. Der jetzt beschlossene Stellenabbau soll bis spätestens Ende September 2020 umgesetzt sein. Siemens will dabei betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Die betroffenen Mitarbeiter will Siemens stattdessen an anderer Stelle weiter beschäftigen beziehungsweise sie über Abfindungen und in die Altersteilzeit loswerden. 200 bis 300 Millionen Euro kostet Siemens der Umbau.

In Deutschland beschäftigt Siemens im Bereich Prozessindustrie und Antriebe noch rund 16.000 Mitarbeiter, weltweit hat Siemens rund 46.000 Beschäftigte.

Der Stellenabbau bei Siemens soll also vergleichsweise sozialverträglich ablaufen. Bei Microsoft ist das anders: Die Redmonder feuern klassisch und schließen zum Beispiel das Skype-Büro in London.



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