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Siemens stellt neue 3D-Gesichtserkennung vor

14.01.2007 | 14:50 Uhr |

Die 3D-Maschine Vision, ein Gemeinschaftsprojekt von Siemens und L-1 Identity Solutions, soll die Entwicklung von Gesichterkennungstechnologien vorantreiben.

Das neue Aufnahmeverfahren verhindert die Täuschung eines Gesichterkennungssystems durch Fotos zugangsberechtigter Personen. Mit Hilfe von farbigen Lichtstreifen wird die Oberflächenbeschaffenheit von Objekten aufgenommen, woraus ein dreidimensionales Abbild errechnet wird.

Die Funktionsweise dieser Technik, der so genannten farbkodierte Triangulation, ist schnell erklärt: Das entsprechende Objekt, in diesem Fall ein Gesicht, wird mit parallelen verschiedenfarbigen Lichtstreifen beleuchtet. Daraus entsteht eine Art Höhenprofil des Gesichts, welches mit Hilfe einer Kamera aufgezeichnet wird. Das 3D-Abbild wird anschließend mit einer Computersoftware berechnet. Durch die farblich oder zeitlich redundant codierten Lichtstreifen, kann das System jeden einzelnen Streifen zuverlässig bestimmen. Anhand dieser Technik können sogar 3D-Objekte anhand von bewegten Videobildern bestimmt werden.

Siemens -Sprecher Norbert Aschenbrenner erklärt: "Der Prototyp für die Gesichtserkennung basiert nicht auf sichtbarem Licht, sondern arbeitet mit Infrarot". Die Siemens-Techniker konnten das System bereits erfolgreich testen. Derzeit arbeite man, laut Aschenrenner, an der Serienreife. Einen konkreten Termin für den Marktstart gibt es derzeit noch nicht.

Prinzipiell lasse sich das Verfahren kostengünstig realisieren, da man hierfür nur Standardkomponenten aus der Videotechnik benötige, so Siemens. "Die Aufnahmemethode hat sich bewährt und kommt bereits in Produkten zum Einsatz ", sagt Aschenbrenner. In der Automobilindustrie dient diese Technik beispielsweise zur Einstellung von Fahrwerken.

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