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Siemens: Software-Entwicklung künftig fast nur noch in Asien

17.02.2004 | 14:42 Uhr |

Für Unruhe sorgt am heutigen Dienstag ein Bericht des "Wall Street Journal", Siemens werde die meisten seiner 15.000 Softwareprogrammierstellen in Westeuropa und in den USA nach Indien, China und Osteuropa verlagern. Die Konzern-Zentrale hat Pläne zum Abbau von Arbeitsplätzen in Europa mittlerweile dementiert.

Für Unruhe sorgt am heutigen Dienstag ein Bericht des "Wall Street Journal" ( WSJ ), Siemens werde die meisten seiner 15.000 Softwareprogrammierstellen in Westeuropa und in den USA nach Indien, China und Osteuropa verlagern. Die Konzern-Zentrale hat Pläne zum Abbau von Arbeitsplätzen in Europa mittlerweile dementiert, wie die Computerwoche berichtet.

Das Unternehmen habe erkannt, dass ein großer Teil der Software-Entwicklung von Hochlohn- in Niedriglohnländer verlegt werden müsse, zitierte das Blatt Anil Laud, Managing Director der indischen IT-Tochter Siemens Information Systems. Laud machte jedoch keine Angaben dazu, wie viele IT-Jobs und über welchen Zeitraum der Elektronikkonzern verlagern will. Derzeit arbeiten bereits 3000 der weltweit 30.000 Softwareentwickler von Siemens in Indien, der Großteil ist jedoch in Deutschland beschäftigt.

In der Konzernzentrale wurden die Offshore-Pläne heftig dementiert. Sicher werde der künftige Programmierbedarf vor allem in asiatischen Ländern gedeckt, so eine Sprecherin. Es gebe jedoch keinerlei Planzahlen dafür. Außerdem bedeute eine Aufstockung der Offshore-Jobs nicht, dass Siemens hier Stellen abbaut. Auch weiterhin werde es Forschung und Entwicklung in den USA und Europa geben.

Handy-Neuvorstellungen von Siemens (PC-WELT Online, 11.02.2004)

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