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Siemens-BenQ steckt tief in den roten Zahlen

Nachdem die Handys der Marke Siemens lange für schlechte Quartalszahlen bei den Münchnern sorgten, hat der taiwanische Hersteller BenQ das Problem nun geerbt. Nach der Übernahme der Handysparte musste der Konzern tiefrote Geschäftzzahlen ausweisen. Während im Vorjahresquartal noch ein Gewinn von 5,1 Millionen Euro erreicht wurde, wies das Schlussquartal rund 155 Millionen Euro Verlust aus...

Nachdem die Handys der Marke Siemens lange für schlechte Quartalszahlen bei den Münchnern sorgten, hat der taiwanische Hersteller BenQ das Problem nun geerbt. Nach der Übernahme der Handysparte musste der Konzern tiefrote Geschäftzzahlen ausweisen. Während im Vorjahresquartal noch ein Gewinn von 5,1 Millionen Euro erreicht wurde, wies das Schlussquartal rund 155 Millionen Euro Verlust aus.

Nach der Übernahme der Handysparte von Siemens sind die Mobiltelefone bei BenQ zum Umsatzbringer geworden. Lag der Anteil des Handybereichs am Umsatz vor der Übernahme noch bei 15 Prozent, stieg dieser aktuell auf 42 Prozent an. Dadurch verbuchte BenQ einen Umsatzanstieg von 65 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Notebooks und LCD-Monitore tragen jedoch immer noch rund die Hälfte zum Umsatz bei.

Das Unternehmen gab bekannt, dass als erste Priorität das Erreichen der Gewinnzone gesetzt wurde. Dieses Ziel soll bereits Ende des Jahres durch ein neues Produktportfolio im Highend- und Multimedia-Bereich realisiert werden. Gerade den neuen Trend zu UMTS-Telefonen wurde von Siemens verschlafen, die mit dem U10 und U15 nur ein umgebautes Motorola-Gerät im Portfolio hatten. Dies soll unter der Führung der Asiaten nun ein Kernmarkt werden. Ein anderes Mittel gegen die schlechten Zahlen ist der interne Konzernumbau. Die Organisationsstrukturen sollen nach Unternehmensangaben verschlankt werden und die Entscheidungswege verkürzt.

BenQ-Siemens hatte bereits im Januar angefangen, neue Geräte in Berlin ( EF81 , S68 und S88 ) vorzustellen. Auf dem 3GSM World Congress in Barcelona folgte das Musik-Handy EF51 , das Businessgerät S81 und das HSDPA-Phone EF91 . Es folgten auf der CeBIT das CF61 , CL71 bzw. EL71 , C81 , E61 und das Windows-Smartphoone P51 . Für das laufende Jahr hat BenQ Mobile insgesamt 25 bis 30 neue Modelle angekündigt.

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