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Siemens-Affäre: Auch der Stuhl von Konzernchef Klaus Kleinfeld wackelt?

24.04.2007 | 11:42 Uhr |

Nach dem freiwilligen Rücktritt von Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer soll nun angeblich auch der amtierende Siemens-Chef Kleinfeld abgelöst werden.

Einem Zeitungsbericht zufolge könnte Kleinfelds Vertrag, der zum 30. September ausläuft, nun doch nicht verlängert werden und der Manager stattdessen abgesetzt werden. Führende Mitglieder des Aufsichtsrats seien der Meinung, dass ein Wechsel an der Konzernspitze der richtige Weg für einen Neuanfang bei Siemens sei, sagte ein "Beteiligter" der "Financial Times Deutschland". Angetrieben werde die Ablösung vom Aufsichtsratsmitglied Josef Ackermann, der bereits die Suche nach einem Nachfolger aufgenommen habe. Der designierte Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme, der am morgigen Mittwoch von Pierers Nachfolge antreten soll , ist nach Angaben von Beteiligten eingeweiht. Als Ackermanns Wunschkandidat gelte derzeit der amtierende Linde-Chef Wolfgang Reitzle.

Der Deutsche-Bank-Chef soll die Auffassung vertreten, dass die Gefahr erst spät erkannter Verstrickungen in die Schmiergeld-Affäre zu groß sei. Bislang gebe es dafür allerdings keinerlei Hinweise, so die "FTD": Die US-Anwaltskanzlei Debevoise & Plimpton hatte im Konzern ihre Untersuchungen bei Kleinfeld gestartet, damit die Ergebnisse bis zur Sitzung am Mittwoch vorliegen. "Kleinfeld ist laut Bericht clean", zitiert das Blatt einen Siemens-Insider. (mb)

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