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Die Mitarbeiter sind gefragt

23.09.2008 | 10:01 Uhr |

Die IT-Sicherheit im Netzwerk und unterwegs entzieht sich leider oft der Kontrolle des Administrators. Wie jeder einzelne User seinen Teil dazu beitragen kann, dass Rechner und Daten nicht kompromittiert werden, verrät der folgende Artikel.

Viele Anwender gehen davon aus, dass sich ihre IT-Abteilung um die Sicherheit ihrer Workstations, Notebooks sowie der Server und Daten im Netzwerk kümmert. Die IT-Profis können aber die besten Systeme gegen Viren, Trojaner, Hacker und Datenspione aufstellen – wenn die Mitarbeiter nicht einige Grundregeln beachten, können sie die Bemühungen der Administratoren sehr leicht sabotieren. Selten geschieht das in böser Absicht. Die häufigsten Fehler resultieren aus Unachtsamkeit, Gleichgültigkeit oder schlicht Unwissen. Aufklärung und Motivation zur Mithilfe sind also angesagt.

Wer die Sicherheit nach dem Motto "Not my job" behandelt, der denkt vermutlich auch, dass er von den Konsequenzen eines Datenverlusts oder einer Virenattacke im Unternehmen nicht betroffen ist. Höchstens der IT-Verwalter hat dann ein paar Überstunden.

Jeder Mitarbeiter sollte sich bewusst machen, dass auch der beste Virenscanner einmal patzt und einen gefährlichen Anhang durchlässt. Sorgloses Doppelklicken kann im Nu den eigenen Rechner und kurz darauf das gesamte Firmennetzwerk infizieren. Was würde wohl passieren, wenn der Schädling darauf ausgerichtet ist, durch das Löschen aller Daten, die er finden kann, maximalen Schaden anzurichten? Und ausgerechnet an diesem Tag ist das Backup defekt ...

Mögliche Folgen: Das Unternehmen würde ohne Kundendaten, Business-Kontakte, Personaldaten und Buchhaltung dastehen. Es wäre unangenehm, wenn die nächste Lohnzahlung ausbleibt, weil die IT-Abteilung zusammen mit der Buchhaltung noch versucht, die Informationen wiederherzustellen. Eine kleine Firma kann wegen einer Malware-Attacke durchaus pleite machen, wenn der Daten-GAU die IT-Verantwortlichen völlig unvorbereitet trifft, sämtliche Prozesse lahmlegt und Aufträge platzen. Dann ist wegen eines unbekümmerten Doppelklicks auch der eigene Job weg.

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