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Sicherheitsstandards für Mobiltelefone

28.09.2005 | 16:13 Uhr |

Ab dem Ende des kommenden Jahres sollen neue Standards die Sicherheit neuer Mobiltelefone verbessern.

Die Verbesserung von Sicherheitsstandards für Mobiltelefone hat sich die Organisation Trusted Computing Group (TCG) auf die Fahne geschrieben. Die TCG ist eine von Hardware-Herstellern wie Ericsson, Motorola, Nokia, Sony und Samsung unterstützte Organisation, die bereits Sicherheitsstandards für PCs, Server und Netzwerke entwickelt hat. Zu den Förderern gehören auch AMD, Intel, HP, IBM, Microsoft und Sun.

Auf einer in dieser Woche in San Francisco stattfindenden Konferenz über drahtlose Kommunikation benennt die TCG einige Felder, auf denen sie die Sicherheit verbessern will. Dazu gehören das Absichern eines Handys gegen Missbrauch nach Verlust oder Diebstahl, der Umgang mit Software-Updates und sichere Bezahlverfahren über das Mobilfunknetz.

Bis dato gibt es lediglich einen Zeitplan und ein Zieldefinition. Trotz dieser gerade verkündeten Fortschritte auf dem Weg zu sichereren Mobiltelefonen ist kaum vor dem Frühjahr 2006 mit der Veröffentlichung eines ersten Entwurfs der Spezifikation zu rechnen. Handys, die diesen Empfehlungen entsprechen, werden somit wohl frühestens Ende 2006 auf den Markt kommen.

Die neuen Mobiltelefone sollen die Nutzung durch Unbefugte erschweren und auch sicherer vor mobilen Schädlingen wie Viren, Würmern und Trojanischen Pferden werden. Sie könnten sich zu einer Art elektronischer Brieftasche entwickeln, die als Identitätsnachweis für Käufer und Verkäufer bei Online-Geschäften dienen kann. Einzelne Anwendungen dieser Art gibt es bereits, wie etwa die m-TAN für das Online-Banking der Postbank - dabei handelt es sich jedoch um Insellösungen. Ein Standard mit breiter Unterstützung durch Hersteller, Netzbetreiber und Dienstleister könnte bei den Anwendern mehr Vertrauen in solche Lösungen schaffen.

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