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Bedrohungen nehmen zu, IT-Budgets schrumpfen

08.12.2009 | 16:35 Uhr |

Trotz steigender Herausforderungen für die IT-Sicherheit sinken die dafür bereit gestellten Mittel in Unternehmen. Dabei zeigt eine internationale Erhebung, dass durch vorbeugende Maßnahmen schneller wieder Normalbetrieb erreicht wird.

Unternehmen, die mehr Zeit, Personal und damit Geld in so genannte Disaster-Recovery-Pläne und -Maßnahmen investieren, sind nach einen IT-Vorfall schneller wieder voll einsatzfähig. Dies zeigt eine Umfrage, die der Antivirushersteller McAfee bei mittelständischen Unternehmen durchgeführt hat. Wer am falschen Ende spart, muss im Falle eines Falles mit längeren Ausfallzeiten rechnen.

Für die Studie "The Security Paradox Report" (" Das Sicherheitsparadoxon ") hat McAfee Unternehmen mittlerer Größe (51 bis 1.000 Beschäftigte) in mehreren Ländern befragt. Dabei hat sich heraus gestellt, dass diejenigen Unternehmen, die pro Woche sechs bis acht Arbeitsstunden in vorbeugendes IT-Management investieren, nach einem Vorfall (etwa einem Virenbefall) nur ein Tag benötigen, um wieder arbeitsfähig zu sein. Vor allem Firmen in den USA, Großbritannien und Deutschland sind hierbei vorbildlich.

Hingegen verwenden Unternehmen in Frankreich und Kanada im Schnitt nur etwa eine Arbeitsstunde auf Sicherungsaufgaben wie Backups. Sie verzeichnen dann jedoch auch die längsten Ausfallzeiten - diese gehen bis hin zu Wochen. Weltweit hat eines von fünf Unternehmen einen Sicherheitsvorfall im Jahr. Die dadurch verursachte Umsatzeinbuße beträgt durchschnittlich 27.000 Euro. In China sind es 38 Prozent der Firmen und der Schaden beträgt im Schnitt 57.000 Euro.

Etwa 70 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass bei ihnen ein IT-Ausfall eintreten kann, der die Geschäftstätigkeit zum Erliegen bringen würde. Bei etwa der gleichen Zahl von Unternehmen wurden die IT-Budgets gekürzt oder eingefroren. Dabei ist Prävention weitaus billiger als die Behebung eines Schadens. Es gilt also in Zeiten zunehmender IT-Risiken die Prioritäten richtig zu setzen.

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