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Sicherheitslücke in mehr als 10.000 iOS-Apps entdeckt

02.11.2013 | 14:05 Uhr |

Forscher aus Israel wollen in über 10.000 Apps für iPhone und iPad eine kritische Sicherheitslücke ausgemacht haben.

Apples mobiles Betriebssystem iOS gilt gemeinhin als sicher. Im Gegensatz zu Googles offenem Ansatz verfolgt der iPhone-Hersteller eine strenge Politik aus Kontrolle und Reglementierungen. Dennoch kommt nun eine potenzielle Sicherheitslücke ans Tageslicht, die nach Angaben von Forschern aus Israel über 10.000 Apps für iPhone und iPad betreffen soll.

Die vom IT-Sicherheitsunternehmen Skycure ausgemachte Schwachstelle erlaubt die Umleitung von Internetanfragen (HTTP-Request-Hijacking). Hackern wird es damit möglich, die von der App eigentlich angesteuerte Internetadresse auf einen anderen Server umzuleiten, ohne dass der Anwender dies bemerkt.

Neben der Ausspähung der Nutzer sei auch eine Irreführung der Anwender durch gefälschte Informationen zu befürchten. Hacker könnten beispielsweise auf dem Smartphone abgerufene Aktienkurse oder Kontoinformationen verändern.

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Ein besonders großes Risiko für derartige Angriffe bestünde laut Skycure, wenn eine ungeschützte WLAN-Verbindung verwendet würde. Die von den Hackern eingeschleuste Umleitung wäre nach einer einmaligen Infektion jedoch auch im heimischen Netzwerk möglich. Apps, die über HTTPS mit den Servern kommunizieren, sind hingegen nicht gefährdet.

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