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Sicherheitslücke in Millionen Smart-TVs

09.06.2014 | 15:27 Uhr |

Eine Schwachstelle im HbbTV-Standard kann für schwerwiegende Angriffe ausgenutzt werden. Die Betroffenen sitzen derweil unbedarft vor ihrem Fernseher.

Aktuelle Fernseher sind permanent mit dem Internet verbunden. Die verbauten Software-Lösungen sind im Vergleich zu klassischen PCs jedoch nicht so gut vor Angriffen geschützt. Die „Red Button Attack“ getaufte Technik macht sich eine solche Schwachstelle zunutze und jubelt dem TV-Gerät kleine Codezeilen unter, die für weitere Angriffe genutzt werden können.

Der Name des Angriffs geht zurück auf den roten Knopf auf der Fernbedienung, der bei Smart-TVs dazu verwendet werden kann, um Zusatzinformationen aus dem Internet aufzurufen. Betroffen sind grundsätzlich Geräte aller Hersteller, die mit HbbTV kompatibel sind.

Die für den Fund verantwortlichen Wissenschaftler Yossi Oren und Angelos Keromytis malen ein Schreckensszenario: In der Nähe befindliche Drohnen jubeln dem TV unbemerkt Schadcode unter, wenig später kommen ungewollte Rabattscheine aus dem Drucker, Facebook-Posts unter dem eigenen Namen werden verfasst und Spam-E-Mails an Freunde verschickt.

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Abhilfe könne nur eine grundlegende Änderung bei HbbTV schaffen. Bis dahin helfe nur eine Trennung des Fernsehers vom Internet.

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